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Covid-19Tests auf das Coronavirus: Wann, wo und wie?

Ein medizinischer Mitarbeiter zeigt ein Testkit zur Prüfung von Infektionen auf den neuartigen Coronavirus.  (Claudio Furlan/LaPresse/AP/dpa)
Ein medizinischer Mitarbeiter zeigt ein Testkit zur Prüfung von Infektionen auf den neuartigen Coronavirus. (Claudio Furlan/LaPresse/AP/dpa)

Tests auf das Corona-Virus SARS-CoV-2 gelten als Schlüssel zur Eindämmung der Pandemie. Seit Ausbruch von Covid-19 in Deutschland sind die Testkapazitäten erheblich ausgeweitet worden.

Aktuell gibt es laut Robert Koch-Institut in Deutschland eine tägliche Testkapazität von 169.473 (Stand: 24.06.2020).

Wer kann und soll sich testen lassen?

Während zu Beginn der Pandemie lediglich Personen mit starken Symptomen und/oder Kontakt zu Infizierten getestet wurden, empfiehlt das RKI inzwischen auch Tests bei nur leichten Atemwegsbeschwerden wie zum Beispiel Husten. Zudem sei nun die Erkältungssaison vorbei und es seien "mehr Treffer" zu Covid-19-Erkrankungen zu erwarten.

Nicht zuletzt sei es nach der Lockerung der Ausgangsbeschränkungen "besonders wichtig", Corona-Erkrankungen schon bei schwachen Symptomen zu erkennen, betonte zuletzt RKI-Vizepräsident Schaade in Berlin. Es werde dringend empfohlen, "dass jeder mit einem Atemwegsinfekt, ob Husten oder Fieber, auch getestet werden sollte".

Während der regionalen Lockdowns in den Kreisen Gütersloh und Warendorf in Nordrhein-Westfalen wurden für Bürgerinnen und Bürger kostenfreie Tests angeboten. Denn mehrere Bundes-Länder hatten einen negativen Test, der nicht älter als 48 Stunden ist, zur Bedingung gemacht, um dort Urlaub machen zu können. Hier wurden also Tests für Menschen ohne Symptome notwendig.

Bayern hat als erstes Bundesland Ende Juni beschlossen, kostenlose Corona-Tests für alle - gleich ob mit oder ohne Symptomen - zu ermöglichen. Das Bundesland wird die Kosten in den Fällen übernehmen, in denen die Krankenkassen nicht ohnehin zahlen müssen.

Wo sind aktuell Tests möglich?

In Kreisen, die von einem lokalen Corona-Ausbruch betroffen waren und Testzentren eingerichtet wurden, war mitunter keine Voranmeldung erforderlich.

Für alle anderen Verdachtsfälle gilt, dass man nicht unangemeldet in die nächste Arztpraxis gehen soll. Die Infektionsgefahr ist zu groß. Die Empfehlung lautet: Melden Sie sich telefonisch beim Hausarzt, der Hausärztin oder - wenn diese nicht zu erreichen sind - bei der bundesweiten Rufnummer des ärztlichen Bereitschaftsdienstes unter 116 117 (Informationen des Bereitschaftsdienstes hier auch online). Auch das örtliche Gesundheitsamt sollte telefonisch kontaktiert werden, das zuständige Gesundheitsamt findet man beim Robert Koch-Institut durch einfache Eingabe der eigenen Postleitzahl.

Die Gesundheitsämter informieren dann über die örtlichen Test- oder Abstrichzentren und vergeben Termine dafür. Alternativ können auch Ärzte dahin überweisen. Denn bei Teststellen gilt ebenso: nicht unangemeldet vorbeikommen.

Vielerorts sind sogenannte Drive-In-Tests möglich. Dabei wird der Abstrich durch das geöffnete Autofenster hindurch genommen. Wer sich testen lässt, muss im Auto sitzen bleiben, um so das Ansteckungsrisiko für andere so gering wie möglich zu halten.

Wie läuft ein Test auf das Coronavirus ab?

Für den Test wird üblicherweise ein Rachenabstrich verwendet. Das bedeutet, dass eine Pflegekraft mit einem speziellen Wattestäbchen etwas Sekret aus dem Hals entnimmt.

Die reine Testzeit zur Auswertung der Probe beträgt nach Angaben des Robert Koch-Instituts etwa vier bis fünf Stunden. In der Praxis vergehen derzeit in der Regel 24 bis 48 Stunden, bis der Patient oder die Patientin das Ergebnis erfährt.

Solange das Ergebnis noch nicht vorliegt, sollte man davon ausgehen, dass man andere Menschen anstecken kann, und deshalb zuhause bleiben und Kontakte vermeiden.

Das RKI weist darauf hin: Wenn man gesund ist, sich aber noch in der Inkubationszeit befindet (diese kann bis zu 14 Tage betragen), sagt ein negativer Test auf Covid-19 nichts darüber aus, ob man doch noch krank werden kann.

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Inzwischen arbeiten viele Unternehmen an Schnelltests. Allerdings wird noch untersucht, wie genau diese sind.

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