Die Nachrichten

Die Nachrichten

Die Nachrichten

Covid-19Was Firmen tun, um das Infektionsrisiko in Fahrstühlen zu senken

Ein Verhaltensschild steht vor einem Fahrstuhl im Landtag in Hannover. (dpa-Bildfunk / Peter Steffen)
Wie fährt man sicher Fahrstuhl in der Corona-Krise? (dpa-Bildfunk / Peter Steffen)

Weil das Aufzugfahren in der Corona-Krise ein möglicher Risikofaktor ist, denken sich Unternehmen neue Lösungen für Fahrstühle aus.

Das größte Problem: Die Zahl der Menschen muss begrenzt werden. Das Unternehmen Avire etwa, das Sicherheitssysteme für Aufzüge entwirft, setzt auf einen Algorithmus. Damit werden die Personen im Lift gezählt. Wenn mehr Menschen einsteigen als zugelassen, ertönt ein Signal, und die Türen bleiben offen: "Wir erzeugen also ein bisschen sozialen Druck auf die Passagiere".

Belüftung mit Partikelfilter

Die Firma Thyssenkrupp Elevator, die gerade an ein Konsortium an Finanzinvestoren verkauft wird, setzt ebenfalls auf technische Lösungen, um das Infektionsrisiko zu minimieren. Ein Beispiel sind Belüftungsanlagen mit Partikelfilter und berührungslose Alternativen für die Knöpfe im Lift oder eine Bedienung mit Fuß-Tasten. Der Fahrstuhl-Hersteller Schindler hat bereits selbst Hygiene-Empfehlungen veröffentlicht.

Derzeit kaum Probleme im Bankenviertel

Aber was, wenn einfach zu viele Menschen den Fahrstuhl nutzen wollen und sich Staus vor den Türen bilden? Im Bankenviertel in Frankfurt am Main gab es im Mai immer wieder Probleme, berichtete die FAZ.

Auf Nachfrage heißt es jetzt, es gebe in den Türmen bislang kaum Probleme, weil viele Banker im Homeoffice arbeiten. Bei Thyssenkrupp setzt man aber dennoch auf eine Technik, die schon länger bekannt ist: den sogenannten "Twin", ein Schacht, in dem zwei Aufzüge übereinander im gleichen Schacht fahren. Einer bedient den oberen Teil des Gebäudes, einer den unteren. So werden die Verkehrsströme entzerrt.

Letztlich können aber auch flexiblere Arbeitszeiten helfen, um eine Rush-Hour im Lift zu vermeiden.

Hören Sie zu dem Thema auch den Beitrag in der Sendung "Forschung aktuell" im Deutschlandfunk.