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Covid-19Wie lange sich das Coronavirus auf Oberflächen hält

Eine Gruppe Menschen mit Atemschutzmasken steht mit leeren Einkaufswagen auf einem Parkplatz. (AFP/Miguel Medina)
Einwohner der kleinen Stadt Casalpusterlengo warten darauf, in kleinen Gruppen in den Supermarkt eingelassen zu werden (AFP/Miguel Medina)

Kann ich mich mit dem Coronavirus infizieren, wenn ich im Supermarkt einen Einkaufswagen oder die Türklinke im Büro anfasse? Solche Fragen stellen sich seit Ausbruch der Pandemie viele Menschen.

Eine sichere Antwort darauf gibt es noch nicht. Die am häufigsten zitierte Studie (Sie können sie hier nachlesen) zum Thema ist von Experten des US-Gesundheitsinstituts NIH und der Seuchenschutzbehörde CSC erstellt worden. Danach ergeben sich auf verschiedenen Oberflächen folgende Überlebenszeiten für das Virus:

Kunststoff: 72 Stunden
Edelstahl: 48 Stunden
Papier, Karton: 24 Stunden
Kupfer: 4 Stunden
Aerosole (als Partikel in der Luft): bis zu drei Stunden.

Vorausgesetzt, die Virenzahl auf der entsprechenden Oberfläche ist hoch, wären Schmierinfektionen denkbar: Der Kollege niest in seine Hand, schließt die Bürotür, kurz danach greift man zum Beispiel auf dem Weg zur Kantine selbst nach der Klinke. "Aufgrund der relativ geringen Stabilität von Coronaviren in der Umwelt ist dies aber nur in einem kurzen Zeitraum nach der Kontamination wahrscheinlich", erklärte das Bundesinstitut für Risikobewertung. Es gebe derzeit keine Fälle, bei denen nachgewiesen sei, dass sich Menschen durch Kontakt zu kontaminierten Gegenständen mit dem neuartigen Coronavirus infiziert hätten, hieß es Ende April.

Das Robert-Koch-Institut weist darauf hin, dass die Dauer der Vermehrungsfähigkeit von Viren von vielen Einflussfaktoren abhängt, wie z. B. von der Umgebungstemperatur und der Luftfeuchtigkeit.

Auch beim Thema Bargeld machen sich viele Menschen Sorgen, viele sind deshalb dazu übergegangen, kontaktlos zu bezahlen. Eine Ansteckung über Bargeld gilt aber als unwahrscheinlich. Der Virologe Christian Drosten sagte dazu schon Anfang März: "Das auf dem Geldstück lebende Virus würde ich mal weitgehend vergessen." Die Europäische Zentralbank verweist auf Studien, die zeigten, dass auf Oberflächen wie etwa Plastik in den ersten Stunden 10 bis 100 Mal so viele Viren überleben wie auf Euro-Banknoten.

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