Freitag, 02. Dezember 2022

Brüssel
Cyberangriff auf EU-Parlament nach russlandkritischer Abstimmung

Unmittelbar nach Annahme einer russlandkritischen Resolution haben Hacker die Internetseite des EU-Parlaments angegriffen.

24.11.2022

    Die Flaggen der Europäischen Union, der Ukraine und der Mitgliedsstaaten der EU wehen vor dem Gebäude des Europäischen Parlaments in Straßburg.
    Das EU-Parlament stuft Russland als staatlichen Unterstützer von Terrorismus ein. (pa/dpa/Philipp von Ditfurth)
    Wie es heißt, wurde der Server gezielt mit so vielen Anfragen bombardiert, dass das System die Aufgaben nicht mehr bewältigen konnte. Eine kremlnahe Hackergruppe habe sich zu der Attacke bekannt, hieß es. In einem Telegramkanal wurde am frühen Nachmittag ein entsprechender Screenshot geteilt. Es soll sich um "Killnet" handeln. Sie waren schon öfter mit Angriffen auf westliche Behörden in Verbindung gebracht worden.
    Das Europäische Parlament hatte zuvor beschlossen, Russland als staatlichen Unterstützer von Terrorismus zu bezeichnen. Zur Begründung wurde auf Moskaus militärische Angriffe auf zivile Ziele in der Ukraine wie die Energieinfrastruktur, Krankenhäuser und Schulen verwiesen. Diese verstießen gegen internationales Recht. In der deutschen Fassung heißt es, Russland leiste dem Terrorismus Vorschub. Die Entschließung ist nicht bindend und hat damit auch keine juristischen Konsequenzen für Moskau.

    Weiterführende Informationen

    In unserem Newsblog zum Krieg in der Ukraine und seinen Auswirkungen finden Sie einen Überblick über die jüngsten Entwicklungen, den wir laufend aktualisieren.
    Diese Nachricht wurde am 24.11.2022 im Programm Deutschlandfunk gesendet.