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StartseiteAtelier neuer MusikAgitation, Avantgarde - und was noch?09.11.2019

Das Erbe des DDR-LiedsAgitation, Avantgarde - und was noch?

Im Mai 2019 fand an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover ein Symposium zum ostdeutschen Lied statt. Es beleuchtete das zeitgenössische Kunstlied in der DDR und fragte: Wie wirken diese Lieder heute? Was denken junge Menschen heute darüber? Was charakterisiert Ostdeutsches in der Musik?

Von Anna Schürmer

Studierende stehen vor einer Betonwand in der Musikhochule Hannover (Jan Philip Schulze )
Studierende der Liedklasse von Prof. Jan Philip Schulze im Gebäude der Musikhochschule Hannover (Jan Philip Schulze )

Wie wenig klischeehaft die ostdeutsche Musik zu bewerten ist, zeigte sich im Mai 2019 in Hannover, wo die Hochschule für Musik, Theater und Medien dem ostdeutschen Lied unter dem Motto "Unter dem Radar" ein dreitägiges Symposium mit diversen Konzerten widmete. Internationale Studierende mehrerer deutscher Musikhochschulen boten unterschiedliche Programme, welche die Diversität der zeitgenössischen Musik in der DDR vor Ohren führten.

Das Panorama spannte sich sehr detailreich von Massenliedern namhafter Komponisten über die eher apolitisch-konformistische Dresdner Schule und Vertreter einer inneren Emigration bis hin zu den avancierten Berliner und Leipziger Komponistenkreisen. Letztere standen der Neuen Musik westlicher Prägung in Sachen Experiment schon damals kaum nach – pflegten aber einen politisch querständigen Impetus, der bis heute nachhallt.

Diese Sendung finden Sie nach Ausstrahlung sieben Tage lang in unserer Mediathek.

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