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StartseiteSternzeitFélicette, die erste Katze im All12.05.2020

Das französische Weltraum-TierFélicette, die erste Katze im All

Im Oktober 1963 ist eine schwarz-weiße Katze mit einer französischen Véronique-Rakete von Algerien aus ins All gestartet. Félicette überlebte beim Aufstieg in den Weltraum fast die zehnfache Erdbeschleunigung, was eine Katze beim Springen auf der Erde eher selten erlebt.

Von Dirk Lorenzen

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Astrokatze Félicette kurz vor dem Start (CNES) (CNES)
Geweitete Pupillen lassen auf den Gemütszustand schließen: Félicette angeschnallt und kurz vor dem Start (CNES)

Die Astro-Katze machte Geschichte. Die Katzenkapsel kam bis in eine Höhe von 157 Kilometern. Dabei herrschte im Innern für fünf Minuten Schwerelosigkeit, die Félicette allerdings kaum wahrnehmen konnte, da sie in einem Transportbehälter festgeschnallt war.

Elektroden am Kopf maßen die Hirnaktivität, Mikrofone am Körper und vor der Nase zeichneten den Herzschlag und die Atemfrequenz auf – und sogar ein mögliches Schnurren, sollte das Astrokätzchen am kosmischen Ausflug Gefallen gefunden haben.

Ein Denkmal erinnert an Félicette

Bei diesem Flug ging es darum, ob ein Säugetier eine Reise ins All und zurück überlebt. Für Félicette ging diese Aktion glücklich aus. Die Höhenforschungsrakete stürzte wie geplant zurück zur Erde und landete zehn Minuten nach dem Start am Fallschirm in der algerischen Wüste. Eine Woche später kam eine andere Katze bei einem solchen Flug ums Leben. 

Bei der Einweihung der Statue für die Astrokatze Félicette war ihr Kollege Reinhold Ewald (links der Statue) dabei  (ISU Straßburg)Bei der Einweihung der Statue für die Astrokatze Félicette war ihr Kollege Reinhold Ewald (links der Statue) dabei (ISU Straßburg)

Inzwischen ist Félicette aus dem Dunkel der Raumfahrtgeschichte herausgesprungen. Eine Crowdfunding-Kampagne sammelte rund 50.000 Euro für ein Denkmal, das jetzt in der Internationalen Weltraum-Universität in Straßburg steht.

Seit Weihnachten sitzt dort die erfolgreiche Astro-Katze auf einer Erdkugel und blickt sehnsüchtig nach oben – in die Weiten des Weltalls.

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