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StartseiteSternzeitLeuchtender Weltraummüll21.01.2019

Das kurze Dasein des Humanity StarLeuchtender Weltraummüll

Vor einem Jahr schickte der neuseeländische Raumfahrtunternehmer Peter Beck einen besonderen Satelliten ins All: Das Objekt war gut einen Meter groß und hatte eine stark reflektierende silbrige Oberfläche. Diese bestand aus fast achtzig Dreiecken. Somit sah der Satellit aus wie eine große Disco-Kugel.

Von Dirk Lorenzen

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Der Satellit Humanity-Star besitzt 65 spiegelnde Flächen (Humanity Star)
Der Satellit Humanity Star bestand aus 65 reflektierenden Flächen (Humanity Star)

Sein Name "Humanity Star" verriet die Ambitionen seines Erbauers. Der Satellit sollte ein Stern der Menschlichkeit sein. Durch den Blick an den Himmel würden die Menschen auf der Erde inspiriert und sich ihres kosmischen Bezugs bewusst – so hoffte der Unternehmer.

Aufgrund seiner Bauweise schien der "Humanity Star" im Sonnenlicht zu blinken. Manche Astronomen wetterten gegen die zusätzliche Lichtverschmutzung. Sie fürchteten, der Humanity Star – mal als Weltraum-Graffito, mal als leuchtender Weltraummüll bezeichnet – würde buchstäblich einen Strich durch so manche Himmelsaufnahme machen.

Allerdings spielte dieses Objekt im Gewimmel der über tausend anderen Satelliten keine große Rolle. Zwar sorgte die Mission seinerzeit für Aufsehen, doch  haben viel weniger Menschen den Satelliten gesehen als vom Erbauer erhofft. Denn das zweckfreie Vehikel war etwas leuchtschwächer als die hellsten Sterne am Himmel und hat zudem recht schnell an Höhe verloren.

Ursprünglich sollte die Mission neun Monate lang dauern. Doch schon im März 2018, nur zwei Monate nach dem Start, trat der "Humanity Star" in die Atmosphäre ein und verglühte. Dieses letzte Aufflammen des Sterns der Menschlichkeit hat aber offenbar niemand zu Gesicht bekommen.

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