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DDR-GeschichteRechtsphilosoph Rolf Gröschner lehnt Begriff "Wende" für den Untergang der DDR ab

Bild von der Montagsdemonstration in Leipzig am 9. Oktober 1989 (dpa / Volkmar Heinz)
Der Rechtsphilosoph Gröschner kritisiert den Begriff "Wende". (dpa / Volkmar Heinz)

Der Jenaer Rechtsphilosoph Rolf Gröschner hat sich dagegen ausgesprochen, die Ereignisse, die vor 30 Jahren zum Ende der DDR geführt haben, als "Wende" zu bezeichnen.

Das Wort verschweige das tatsächliche Geschehen und die Wirkung auf den Straßen damals, nämlich die einer Revolution, sagte er im Deutschlandfunk. 1989 habe es einen unblutigen Umsturz gegeben. Diese Revolution müsse den Vergleich mit der amerikanischen von 1776 oder der französischen Revolution von 1789 nicht scheuen, führte der emeritierte Staatsrechtler aus. Zudem sei der Begriff "Wende" in diesem Kontext vom letzten SED-Generalsekretär und Staatsratsvorsitzenden der DDR, Egon Krenz, eingeführt worden.

Im Bundestag würdigten Abgeordnete am Vormittag mit Blick auf den morgigen 30. Jahrestag des Mauerfalls den Mut der DDR-Bürgerrechtler.