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Debatte um AfD-nahen KünstlerLeipziger Jahresausstellung eröffnet

Das Foto zeigt historische Fabrikgebäude auf dem Gelände der ehemaligen Baumwollspinnerei in Leipzig. (picture-alliance/ ZB / Waltraud Grubitzsch)
Die Leipziger Jahresausstellung findet in der Baumwollspinnerei statt. (picture-alliance/ ZB / Waltraud Grubitzsch)

Nach heftiger Debatte um den AfD-nahen Künstler Axel Krause hat die 26. Leipziger Jahresausstellung mit knapp einwöchiger Verspätung begonnen.

Wie eine Sprecherin mitteilte, gab es keine Proteste zur Eröffnung. Auf eine Vernissage war aus Sicherheitsbedenken verzichtet worden. - Mehrere Künstler hatten sich geweigert, mit Krause gemeinsam auszustellen. Die Leipziger Jahresausstellung sollte deshalb zunächst ausfallen. Nun werden auf der Schau Krauses Werke nicht gezeigt.

Auslöser für den Ausschluss war unter anderem ein Facebook-Beitrag Krauses, in dem sich dieser als "entarteter Künstler" bezeichnete. Der 60-jährige Maler ist zudem Mitglied des Kuratoriums der AfD-nahen Desiderius-Erasmus-Stiftung.

Die sächsische Kunstministerin Stange hatte sich gegen einen Ausschluss ausgesprochen. Die SPD-Politikerin sagte der "Leipziger Volkszeitung", es gehe nicht, dass Menschen wegen ihrer politischen Haltung stigmatisiert und gesellschaftlich ausgeschlossen würden. Wenn man es mit der Kunstfreiheit ernst meine, müsse man auch Künstler gleich behandeln, die dem politisch rechten Spektrum nahestünden, betonte Stange. Alles andere wäre Gesinnungsschnüffelei.