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Debatte um AfD-nahen KünstlerSachsens Kunstministerin warnt vor "Gesinnungsschnüffelei"

Das Foto zeigt historische Fabrikgebäude auf dem Gelände der ehemaligen Baumwollspinnerei in Leipzig. (picture-alliance/ ZB / Waltraud Grubitzsch)
Die Leipziger Jahresausstellung findet in der Baumwollspinnerei statt. (picture-alliance/ ZB / Waltraud Grubitzsch)

Die sächsische Kunstministerin Stange hält es für falsch, dass der AfD-nahe Künstler Axel Krause von der Leipziger Jahresausstellung ausgeladen wurde.

Die SPD-Politikerin sagte der "Leipziger Volkszeitung", es gehe nicht, dass Menschen wegen ihrer politischen Haltung stigmatisiert und gesellschaftlich ausgeschlossen würden. Wenn man es mit der Kunstfreiheit ernst meine, müsse man auch Künstler gleich behandeln, die dem politisch rechten Spektrum nahestünden, betonte Stange. Alles andere wäre Gesinnungsschnüffelei.

Mehrere Künstler hatten sich geweigert, mit Krause gemeinsam auszustellen. Die Leipziger Jahresausstellung sollte deshalb zunächst ausfallen, nun soll sie morgen ohne ihn beginnen.

vor wenigen Tagen abgesagte Leipziger Jahresausstellung findet nun doch statt.

Sie werde aber nicht wie vorgesehen am Donnerstag beginnen, sondern wenn alle Vorbereitungen abgeschlossen seien, teilte der veranstaltende Verein auf seiner Internetseite mit. Wie der MDR berichtet, soll das Event ohne den umstrittenen Künstler Axel Krause stattfinden. Die Veranstalter hatten die traditionelle Ausstellung lokaler Künstler in der Leipziger Baumwollspinnerei am Samstag abgesagt.

Grund für die Diskussionen um die Veranstaltung war die angekündigte Teilnahme des AfD-nahen Malers Krause. Er sollte einer von 36 Künstlern sein, die ihre Werke auf der Schau zeigen. Mehrere Künstlerinnen und Künstler hatten deshalb mit ihrem Rückzug gedroht. Der 1958 in Halle geborene Krause gilt als Vertreter der Neuen Leipziger Schule. In jüngster Zeit soll er durch öffentliche Sympathien für Pegida und die rechtsextreme Identitäre Bewegung aufgefallen sein. Zudem ist Krause Mitglied des Kuratoriums der von der AfD gegründeten Desiderius-Erasmus-Stiftung.