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StartseiteKultur heuteSoziologe Bude beobachtet Entsolidarisierung27.04.2021

Debatte um ImpfungenSoziologe Bude beobachtet Entsolidarisierung

Wer hat eine Impfeinladung, wer nicht? Wer bekommt welchen Impfstoff? Fragen wie diese führen laut Soziologe Heinz Bude derzeit zu einer unsolidarischen Situation in der Gesellschaft. Dem könne man nur Herr werden, indem man die Impfpriorisierung möglichst schnell aufhebe, sagte er im Dlf.

Heinz Bude im Gespräch mit Jörg Biesler

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Vorstellung des Gruendungsdirektor des documenta-Institut, Heinz Bude, am 12.08.2020 in Kassel.  (IMAGO/epd-bild/AndreasxFischer)
Fordert eine möglichst rasche Aufhebung der Impfreihenfolge: der Soziologe Heinz Bude (IMAGO/epd-bild/AndreasxFischer)
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Eine Frau wartet im Impfzentrum in der Frankfurter Festhalle bei einem Sondertermin auf die Impfung mit dem Impfstoff von Astrazeneca geimpft. In Frankfurt und weiteren Impfzentren in Hessen können sich Personen über 60 Jahre am Wochenende für Sondertermine mit dem Impfstoff von Astrazeneca anmelden. (dpa) (dpa)Impfpriorisierung soll ab Juni aufgehoben werden 
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Tägliche Impfquote

Der Soziologe Heinz-Bude ist unter anderem Autor eines Buchs mit dem Titel "Solidarität - Die Zukunft einer großen Idee". Beim Thema Impfen gebe es derzeit eine Entsolidarisierung innerhalb der Gesellschaft:

"Es ist das große Thema unter den Leuten: Wer hat eine Impfeinladung, wer nicht? Wer hat sich vorgedrängelt? Wer kriegt den 1A-Impfstoff aus Mainz oder Marburg und wer muss den aus Schweden oder Großbritannien nehmen?" Fragen wie diese führten zu einer sehr unangenehmen, unsolidarischen Situation in der Gesellschaft.

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"Unerträgliche Situation für die Jüngeren"

Dieser Entsolidarisierung könne man nur Herr werden, indem man die Impfpriorisierung möglichst schnell aufhebe, so Bude im Dlf.

"Stellen Sie sich mal vor: Wir haben Sommer und die 60- bis 80-Jährigen dominieren die Strände an der Ost- und Nordsee und die Wanderwege in den Bergen des Allgäus. Und die 40-Jährigen mit den kleinen Kindern müssen draußen stehen bleiben. Das ist eine unerträgliche Situation für die 40-Jährigen, die Homeschooling machen, die möglicherweise für pflegebedürftige Familienangehörige aufkommen. Das geht nicht, das kann man nicht machen."

Hintergrundbild: Demonstration der Berliner Arbeiterschaft für Sowjetrußland am 11.5.1919 im Berliner Lustgarten. "Wir demonstrieren gegen die Entmachtung Sowjetrußlands", heißt es auf einem der Plakate. Vordergrund: Buchcover (dpa picture-alliance / Berliner Verlag / Archiv) (dpa picture-alliance / Berliner Verlag / Archiv)Heinz Bude: "Solidarität. Die Zukunft einer großen Idee"
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Und Heinz Bude geht noch weiter: "Ich glaube sogar, wenn man eine Impfpriorisierung machen wollte, müsste man sie im Augenblick für die 30- bis 50-Jährigen machen."

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