Die Nachrichten
Die Nachrichten

Debatte um WM alle zwei JahreGewerkschaft fordert Einbeziehung der Spieler

Blick auf das Spielfeld eines Fußballstadions durch ein Tornetz hindurch. Auf dem Rasen stehen vier Personen, die große Deutschlandflaggen schwenken. (imago/ Nordphoto, Kokenge)
Die WM im Zweijahresrhythmus ist sehr umstritten. (imago/ Nordphoto, Kokenge)

Die Fußballer-Gewerkschaft FIFPro fordert, bei allen Plänen zur Änderung des internationalen Spielkalenders die Bedenken der Sportlerinnen und Sportler zu berücksichtigen.

"Vorschläge zu isolierten Erweiterungen wie einer alle zwei Jahre stattfindenden Fußball-Weltmeisterschaft sowie anderen in Diskussion befindlichen Wettbewerbsreformen sind mangels Lösung bestehender Probleme unzureichend", heißt es in einer Erklärung der Spieler-Gewerkschaft. Ohne die Zustimmung der Spieler und Spielerinnen hätten solche Reformen nicht die erforderliche Legitimität.

Die Technische Beratungsgruppe des Weltverbands FIFA hatte die Ausrichtung der Weltmeisterschaften in einem Zweijahresrhythmus vorgeschlagen. In der Bundesliga stößt die Idee auf massive Kritik, UEFA-Präsident Aleksander Ceferin drohte sogar mit Boykott.

Die FIFPro beklagt, dass Ergänzungen des Kalenders bereits in der Öffentlichkeit diskutiert würden, ohne dass zuvor das Gespräch mit den Beteiligten gesucht und über die Folgen nachgedacht werde. Kein Wettbewerb dürfe isoliert behandelt werden; jeder beeinflusse alle anderen. Deshalb werde man keine einzelnen Reformen ohne eine übergreifende Überprüfung des Kalenders für Männer und Frauen unterstützen.

Der international tätigen Gewerkschaft gehören mehr als 60 nationale Spielervertretungen an, sie vertritt insgesamt über 65.000 Profispieler.

Diese Nachricht wurde am 15.09.2021 im Programm Deutschlandfunk gesendet.