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Startseite@mediasresEine Konferenz für die Pressefreiheit11.07.2019

"Defend Media Freedom"Eine Konferenz für die Pressefreiheit

Journalisten geraten auch in Demokratien zunehmend unter Druck. Um die Pressefreiheit zu stärken, haben die Regierungen von Großbritannien und Kanada deshalb die Konferenz "Defend Media Freedom" ins Leben gerufen. Dabei wurde auch Kritik an einem Verbündeten der beiden Länder laut: an US-Präsident Donald Trump.

Brigitte Baetz im Gespräch mit Sebastian Wellendorf

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Die Außenministerien von Kanada und Großbritannien haben vom 10. bis zum 11.07.2019 in London erstmals die Veranstaltung "Defend Media Freedom" ausgerichtet. Die Konferenz beschäftigt sich mit zunehmendem Druck auf Journalisten und mit schwindender Pressefreiheit. (Deutschlandradio/Brigitte Baetz)
In London hat zum ersten Mal die Konferenz "Defend Media Freedom" stattgefunden (Deutschlandradio/Brigitte Baetz)
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Die Außenminister Großbritanniens und Kanadas haben eine Konferenz initiiert, die die Pressefreiheit weltweit unterstützen soll. Die Tagung "Defend Media Freedom" brachte an zwei Tagen über 1000 Journalisten, Menschenrechtler und Vertreter von Regierungen und NGOs zusammen.

Dass besonders Politik und Nichtregierungsorganisationen stärker ins Gespräch kommen, sei ein wichtiger Schritt, sagte die Medienjournalistin Brigitte Baetz im Deutschlandfunk. "Es braucht die NGOS, die nicht diplomatisch sein müssen, aber es braucht auch den Willen der Staatengemeinschaft", sagte Baetz. Allgemein sei konstatiert worden, dass die Angriffe auf die Pressefreiheit längst auch in Demokratien stattfinden.  

Kritik an Donald Trump

Amal Clooney, seit April Sonderbotschafterin der britischen Regierung in Sachen Pressefreiheit, griff in einer Rede US-Präsident Donald Trump scharf an. Mit seiner Wortwahl trage er dazu bei, die Lage für Journalisten weltweit zu verschlechtern. Es sei wichtig, international das Recht so zu stärken, dass die Feinde der Pressefreiheit nicht weiter ungestraft davonkommen.

Großbritannien und Kanada lancieren jetzt unter Aufsicht der Unesco einen Fonds, der Journalisten in Gefahr helfen soll. Außerdem soll es in Zukunft eine internationale Expertengruppe geben, die sich zum Beispiel mit der Aufarbeitung von Gewalt gegen Journalisten beschäftigt.

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