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StartseiteHistorische AufnahmenMinutiöse Präzision und Feingefühl07.06.2018

Der Dirigent Victor de Sabata Minutiöse Präzision und Feingefühl

Victor de Sabata galt nach Arturo Toscanini als bedeutendster italienischer Dirigent seiner Zeit. Er faszinierte in Oper und Konzert gleichermaßen mit einem dynamischen, stark vom Rhythmus geprägten Stil. Seine "Tosca"-Aufnahme mit Maria Callas ist legendär.

Am Mikrofon: Norbert Hornig

Bildnummer: 60008951 Datum: 03.04.2003 Copyright: imago/United Archives International Victor de Sabata conducting the London Philharmonic Orchestra in a Beethoven Cycle at the Royal Albert Hall May 1947 kbdig 2003 hoch conductor PUBLICATIONxINxGERxSUIxAUTxONLY 60008951 Date 03 04 2003 Copyright Imago United Archives International Victor de Sabata conducting The London Philharmonic Orchestra in a Beethoven Cycle AT The Royal Albert Hall May 1947 Kbdig 2003 vertical Conductor PUBLICATIONxINxGERxSUIxAUTxONLY (imago stock&people)
Der Dirigent Victor de Sabata dirigiert das London Philharmonic Orchestra 1947 in London (imago stock&people)

Seine Weltkarriere als Dirigent begann 1930. Als Nachfolger von Arturo Toscanini an der Mailänder Scala nahm Victor de Sabata Kurs auf die internationalen Konzertsäle. Wilhelm Furtwängler lud den aus Triest stammenden Dirigenten zu den Philharmonischen Konzerten nach Berlin ein und Heinz Tietjen holte den jungen Italiener als Gast an die Berliner Staatsoper. Die Aufführungen von Verdis "Othello" und "Aida" unter seiner Leitung machten Furore.

Im Gegensatz zu Toscanini dirigierte de Sabata im nationalsozialistischen Deutschland und profilierte sich dabei besonders auch als Wagner-Interpret. Schallplatten machte er nur wenige, seine Einspielungen von Puccinis "Tosca" mit Maria Callas und von Verdis "Messa da Requiem" aus den 1950er Jahren sind diskographische Meilensteine.

Wie Furtwängler sah sich de Sabata eigentlich als Komponist, wurde aber als solcher kaum wahrgenommen. Seine zweite große Liebe war die höhere Mathematik. Mit ihr verbrachte er die letzten zehn Jahre seines Lebens, nachdem er das Dirigieren aus gesundheitlichen Gründen hatte aufgeben müssen.

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