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StartseiteJazzFactsVom Eins-Sein mit dem Instrument21.02.2019

Der estnische Pianist Kristjan Randalu Vom Eins-Sein mit dem Instrument

Einer der großen Pianisten Europas kommt aus einem der kleinsten Länder des Kontinents. Geboren in Estlands Hauptstadt Tallinn und aufgewachsen in Deutschland, ist Kristjan Randalu ein wahrer Kosmopolit. Und ein virtuoser Instrumentalist mit ausgeprägtem Klang- und Raumbewusstsein.

Von Karsten Mützelfeldt

Drei Männer stehen für ein Porträt zusammen im Grünen (Gildas Boclé/ECM Records)
Das Trio des estnischen Pianisten Kristjan Randalu (Gildas Boclé/ECM Records)

Er kommt aus einem durch und durch musikalischen Hause: der Vater ein Pianist und Musikprofessor, die Mutter ebenfalls klassische Pianistin, Kristjans Schwester eine Bratschistin. Nach Studien in Stuttgart, London und New York und Unterricht bei Lehrern wie John Taylor, Django Bates und Kenny Barron erspielte sich der heute 40-Jährige den Ruf eines virtuosen Instrumentalisten mit ausgeprägtem Klang- und Raumbewusstsein. Klarheit, Transparenz und ein Sinn für feine Nuancen prägen seine einmal dynamische, dann wieder melancholische Musik. Immer wieder überrascht sie mit dramaturgisch durchdachten Entwicklungen und Strukturen, die sich von den üblichen Formen des Jazz unterscheiden. Kristjan Randalus im letzten Jahr bei ECM erschienenes Album "Absence" ist eine Perle des aktuellen kammermusikalischen Jazz.

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