Samstag, 15.08.2020
 
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Der Fall Assange

Peter Gauweiler (CSU)"Assange muss begnadigt werden"

CSU-Politiker Peter Gauweiler fordert die Freilassung von Julian Assange. Das Auslieferungsbegehren der USA sei nichtig, sagte er im Dlf. Kein Land müsse sich daran halten. Assange habe einen Beitrag geleistet, Kriegsverbrechen im Irak aufzudecken. Die USA ihm sollten ihm eher einen Orden verleihen.

Chronologie

WikiLeaks-Gründer Assange unmittelbar nach seiner Freilassung (AP)

Assange kommt in Untersuchungshaft, nachdem er sich der Polizei in Großbritannien gestellt hatte. Später wird er gegen Kaution und unter Auflagen freigelassen.

Julian Assange, Gründer der Enthüllungsplattform "WikiLeaks", spricht in London zu Vertretern der Presse (AP)

Ein britisches Gericht kündigt die Auslieferung Assanges nach Schweden an. Assange befürchtet eine Überstellung in die USA, wo ihm lebenslange Haft wegen Geheimnisverrats droht.

Eine Unterstützerin von Julian Assange hält Plakate hoch vor der ecuadorianischen Botschaft in London. (picture alliance / dpa / Facundo Arrizabalaga)

Seit knapp drei Jahren sitzt Assange in der Botschaft Ecuadors in London fest. Scotland Yard kündigt nun an, keine Beamten zur Bewachung mehr vor die ecuadorianischen Botschaft zu schicken.

Interpol hat WikiLeaks-Gründer Julian Assange auf seine Liste der meistgesuchter Verdächtiger gesetzt. (AP)

Die schwedische Staatsanwaltschaft stellt die Ermittlungen gegen Assange ein, weil sie keine Möglichkeit sieht, den Fall aus der Ferne aufzuklären. Die Schuldfrage sieht sie als ungeklärt an.

Wikileaks-Gründer Julian Assange wirkt bei seiner Erklärung in der ecuadorianischen Botschaft erschöpft: "Ich werde die Botschaft bald verlassen." (AFP / John Stillwell)

Assange erhält in der ecuadorianischen Botschaft eine Reihe von Hausregeln. Zuvor hatte die Botschaft zeitweise Assanges Internet- und Telefonverbindung gekappt.

Wikileaks-Gründer Julian Leaks kommt  am 11. April 2019 von der Polizei eskortiert am Gericht Westminster Magistrates Court in London an, wo über einen Auslieferungsantrag gegen ihn verhandelt wird.   (picture alliance / ZEUS / Rob Pinney)

Assange wird in der ecuadorianischen Botschaft in London von Polizeibeamten der Metropolitan Police verhaftet. Zuvor hatte ihm Ecuador den Asylstatus entzogen.

Julian Assange als Gerichtsskizze in einem Londoner Gericht.  (dpa/Elizabeth Cook)

Die USA erweitern die Anklage wegen der Wikileaks-Veröffentlichungen um 17 neue Anklagepunkte, von denen die meisten Verstöße gegen das US-Spionage-Gesetz betreffen. Assange drohen 175 Jahre Haft.

Flaggen der Mitgliedsstaaten vor dem Europaratsgebäude in Straßburg (picture alliance/imageBROKER/Stefan Obermeier)

Der Europarat fordert in einer Resolution die sofortige Freilassung von Julian Assange sowie die Verhinderung der Auslieferung an die USA.

Wikileaks

Sven Herpig über Wikileaks"Keine Heldenplattform mehr"

Trotz der Verdienste für die Pressefreiheit betrachte er Wikileaks heute kritischer, sagte Sven Herpig, Stiftung Neue Verantwortung, im Dlf. Daten im Internet zu leaken, ohne sie redaktionell aufzubereiten und zu bereinigen, sei problematisch.

Schutz für Aufklärer

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