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StartseiteAtelier neuer MusikEine Art menschlicher Güte und Toleranz16.11.2019

Der Lehrer und Komponist Günther KochanEine Art menschlicher Güte und Toleranz

Günter Kochan, geboren 1930 in Luckau, sah keinen Widerspruch zwischen einem eigenen künstlerischen Weg und dem Aufbau einer sozialistischen Gesellschaft. Beim Erinnern an Werk und Person eröffnen Schüler und Lebensgefährten einen differenzierenden Blick in die Musikwelt der ehemaligen DDR.

Von Stefan Amzoll

(Deutschlandradio/Frank Kämpfer)
Spurensuche nach dem Komponisten Günter Kochan (1930-2009) (Deutschlandradio/Frank Kämpfer)

Seine erste größere Komposition, ein Violinkonzert, war die Abschlussarbeit des Meisterstudiums bei Hanns Eisler. Franz Konwitschny dirigierte die Uraufführung. Günter Kochan (1930-2009) fand schnell seinen Stil und hielt an ihm fest - ästhetisch wie politisch bewertet man ihn schnell als linientreu und konservativ.

Dass auch anderes in ihm steckte, verdeutlicht sich in den Erinnerungen der Kochan-Schüler Udo Zimmermann, Lothar Voigtländer und Peter Aderhold. Autor Stefan Amzoll befragte weiterhin Zeitzeugen wie den Musikwissenschaftler Frank Schneider und die Witwe des Komponisten. Seine Montage der fünf verschiedenen Positionen ermöglicht schließlich einen tieferen Blick in eine vergangene Welt.

Diese Sendung können Sie nach Ausstrahlung 7 Tage lang anhören.

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