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StartseiteAtelier neuer MusikMarsch-Schmiede13.02.2016

Der Leipziger Komponist Karl Ottomar TreibmannMarsch-Schmiede

Ohne tröstend zu wirken, ohne zu appellieren, auch ohne aufzuschrecken, könne Neue Musik nicht sinnvoll bestehen. So lautet der Anspruch des 1936 geborenen Leipziger Komponisten Karl Ottomar Treibmann an Musik. Und wie klingt er?

Von Stefan Amzoll

Der Komponist Karl Ottomar Treibmann sitzt an seinem Klavier (Detlef Hinneburg)
Schreibt berührend und verstörend: Karl Ottomar Treibmann (Detlef Hinneburg)

Diverse Orchester- und Kammermusik sowie drei Opern stammen aus seiner Feder. Überdies schrieb der Sohn einer Kantorenfamilie aus dem Vogtland Musik für den Kirchraum. 1992 entstand eine "Trostmusik" für Orgel. Es folgten "Geistliche Motetten" und das "Hoffnungslied" auf Psalmrufe und Prophetenworte mit Chor. 1989 führte Kurt Masur mit dem Gewandhausorchester seine "Sinfonie Nr. 5" auf. Genau zur Zeit der Montagsdemonstrationen. Im historischen Augenblick entsprach diese Musik einem verbreiteten Lebensgefühl. Sie begleitete und kommentierte einen Aufbruch, indem sie diesem Ausdruck verlieh. In jenem Jahr erreichte Treibmanns Produktion einen Zenit. Produktiv ist er geblieben.

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