Sonntag, 12.07.2020
 
StartseiteSternzeitDer Sternenhimmel im Juli30.06.2020

Der Monat mit den fünf Planeten Der Sternenhimmel im Juli

Vor gut einer Woche hat der Sommer begonnen. Allmählich werden die Tage wieder kürzer, aber im Juli ist davon noch nicht viel zu merken. In der Mitte Deutschlands nimmt die Länge des lichten Tages lediglich um eine Stunde ab.

Von Dirk Lorenzen

Hören Sie unsere Beiträge in der Dlf Audiothek
Der Blick an den Südhimmel mit Jupiter und Saturn über dem Horizont am 1. gegen 1 Uhr, am 15. gegen Mitternacht und am 31. Juli gegen 23 Uhr MESZ (Stellarium)
Der Blick an den Südhimmel mit Jupiter und Saturn über dem Horizont am 1. gegen 1 Uhr, am 15. gegen Mitternacht und am 31. Juli gegen 23 Uhr MESZ (Stellarium)

Nach Einbruch der Dunkelheit sind noch die Jungfrau und der Bootes im Südwesten zu sehen – die Reste des Frühlingshimmels. Gegen Mitternacht prangt das Sommerdreieck im Süden und vor Beginn der Morgendämmerung rücken im Südosten bereits Pegasus und die Figuren des Herbstes an.

Stars des Monats sind gleich vier Planeten. Nach Einbruch der Dunkelheit zeigen sich schnell Jupiter und Saturn tief im Südosten. Am fünften Juli bildet der Mond mit den beiden Gasriesen ein hübsches Dreieck.

Unser äußerer Nachbarplanet Mars wird immer heller. Er zeigt sich ab etwa ein Uhr am Osthimmel – in der Nacht zum zwölften Juli leistet ihm der abnehmende Halbmond Gesellschaft.

Der Riesenplanet Jupiter ist das dominierende Gestirn im Juli  (NASA/ESA)Der Riesenplanet Jupiter ist das dominierende Gestirn im Juli (NASA/ESA)

Am Morgen des siebzehnten Juli leuchtet die Mondsichel etwas oberhalb der Venus. Dieses Treffen spielt sich im Stier ab, nahe dessen Hauptstern Aldebaran und den beiden Sternhaufen Hyaden und Plejaden.

Vom Morgen des fünften bis zum Morgen des achtzehnten Juli sind vier helle Planeten und der Mond zu sehen. Es kommt nicht so oft vor, dass gleich fünf schöne Objekte des Sonnensystems auf einmal zu sehen sind.

Und in der letzten Juli-Woche zeigt sich auch noch der innerste Planet Merkur kurz vor Sonnenaufgang im Nordosten. In den kurzen Sommernächten lassen sich also alle fünf mit bloßem Auge sichtbaren Planeten beobachten – Full House im Sonnensystem!

Das könnte sie auch interessieren

Entdecken Sie den Deutschlandfunk