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StartseiteMusik-PanoramaHören, ohne zu sehen10.12.2018

Der polnische Avantgardist Zygmunt KrauzeHören, ohne zu sehen

Marcin Stańczyks Kompositionen überschreiten die Grenzen herkömmlichen Musikmachens. Seine Konzeption einer "totalen Performance" basiert indes auf Ideen seines Lehrers Zygmunt Krauze. Zum 80. Geburtstag dieses polnische Avantgardisten gestaltete das E-MEX Ensemble ein Sonderkonzert.

Am Mikrofon: Ingo Dorfmüller

(Martin Gendig)
Während der Stańczyk-Uraufführung in Sankt Peter, Köln (Martin Gendig)

Zygmunt Krauze
Poemat Apollinaire'a

Helmut Lachenmann
temA

Zygmunt Krauze
Quatuor pour la naissance      

Marcin Stańczyk
UNSEEN

Agata Zubel, Sopran
E-MEX Ensemble
Christoph Maria Wagner, Musikalische Leitung

Mitschnitt vom 28.11.2018 in der Kunst-Station Sankt Peter, Köln

Marcín Stańczyks neues Stück stellt die Konzeption seiner früheren Stücke auf den Kopf. Fügte der polnische Komponist seiner Musik sonst ein optisches Moment hinzu, so wird es diesmal völlig ausgeschlossen. Das Publikum trägt während der Aufführung Schlafmasken, die die Augen gänzlich abschirmen. So lässt sich erfahren, wie sehr ansonsten das Sehen unsere Hörerfahrung konditioniert.

Wertschätzung für Zygmunt Krauze

Die Erweiterung der Musik um räumliche und szenische Dimensionen gehört zu den vielen Dingen, mit denen auch der bedeutende polnische Komponist Zygmunt Krauze sein Publikum konfrontiert hat - in den 1960er und 1970er Jahren. Als Lehrer prägte Krauze mehrere Generationen polnischer Komponisten.

Im Konzert, welches das E-MEX Ensemble dem 80sten Geburtstag des polnischen Komponisten widmet, erklingen zwei charakteristische Werke Krauzes, sowie eine Arbeit von Helmut Lachenmann, mit dem Krauze seit langem befreundet ist.

Diese Sendung finden Sie nach Ausstrahlung 30 Tage lang in unserer Mediathek.

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