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StartseiteSternzeitUranus, der erste neue Planet27.10.2020

Der siebte Planet im WidderUranus, der erste neue Planet

Am Wochenende erreicht Uranus, der siebte Planet im Sonnensystem, seine beste Stellung des Jahres. Er leuchtet im Sternbild Widder, ist aber nur in einem Fernglas zu erkennen.

Von Dirk Lorenzen

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Uranus, der siebte Planet, seht heute Abend ein Stück links von Mars und Mond (Stellarium)
Uranus, der siebte Planet, seht heute Abend ein Stück links von Mars und Mond (Stellarium)

Jenseits des Saturns kam in der Antike nur noch die Sphäre der Fixsterne. Das änderte sich erst 1781, als Friedrich Wilhelm Herschel einen Lichtpunkt bemerkte, der auf keiner Sternkarte verzeichnet war. Der aus Hannover stammende Musiker und Amateurastronom arbeitete damals im englischen Bath.

Das unbekannte Objekt bewegte sich Nacht für Nacht ein Stück weiter. Herschel glaubte zunächst, einen Kometen entdeckt zu haben.

Erst die langsame Bewegung und das unveränderliche Aussehen ließen darauf schließen, dass dies ein unbekannter Planet war. Bis dahin erschien der Gedanke an weitere Planeten als völlig absurd.

One of the NASA/ESA Hubble Space Telescope’s many scientific objectives is to study the planets within the Solar System — and in past years, our system’s outer planets have been observed several times as part of Hubble’s Outer Planet Atmosphere Legacy (OPAL) programme. This programme has given us this new image of the planet Uranus, the seventh planet in the Solar System in order of increasing distance from the Sun. Past observations of Uranus using Hubble have led to many interesting insights about the cold ice giant; in 2006 the telescope managed to capture a shot in which the moon Ariel and its accompanying shadow were traversing the face of Uranus, and in 2011 Hubble was able to spot faint auroras in its atmosphere. Observations made over the course of several years also allowed astronomers to study the planet’s faint ring system as its inclination changed with respect to Earth’s orbit. This new image, taken with Hubble’s Wide Field Camera 3, adds to the legacy of images already taken and will provide scientists with even more new insights into our distant neighbour. (ESA/Hubble/NASA)Uranus ist eine große Gaskugel mit nur wenigen Wolkenformationen (ESA/Hubble/NASA)

Die Benennung des neuen Objekts war etwas chaotisch: Friedrich Wilhelm Herschel wollte sich beim englischen König beliebt machen und schlug "Georgium Sidus" vor, Georgsgestirn.

In Frankreich wurde der Planet lange Zeit "Herschel" genannt, während Johann Bernoulli von der Berliner Akademie mit "Hypercronius" brillierte – lateinisch für "über dem Saturn".

Schließlich setzte sich "Uranus" durch, ein Vorschlag des Berliner Astronomen Johann Elert Bode. Es ist der einzige Planet, der einen griechischen und nicht römischen Götternamen trägt.

Uranos ist in der griechischen Mythologie der Vater des Kronos, der dem römischen Saturn entspricht. Saturn wiederum ist der Vater des Jupiter. Der neue Planet blieb also in der Familie.

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