Freitag, 24.09.2021
 
StartseiteLebenszeitDer Stadt den Rücken kehren?23.08.2013

Der Stadt den Rücken kehren?

Der Traum vom Landleben

Raus aufs Land, rein in die Idylle der Natur, zurück ins bodenständige Leben. Für viele Großstädter ein Traum. Sie wollen mit eigenen Händen in der Erde buddeln, frische Äpfel vom Baum ernten oder im Heuduft ein ländliches Picknick genießen.

Eine Sendung von Judith Grümmer und Michael Roehl (Mod.)

Ländliche Idylle (Deutschlandradio - Daniela Kurz)
Ländliche Idylle (Deutschlandradio - Daniela Kurz)

Wenn man dem wachsenden Zeitschriften- und Büchermarkt glauben darf, dann verspricht der Traum vom Landleben endlich jene Harmonie und Entspannung, die vielen von uns im Alltag verloren gegangen scheint. Und so schlägt selbst inmitten der Großstadt die Sehnsucht nach ländlicher Idylle neue Wurzeln, wenn junge Familie auf brachliegenden Flächen ihr eigenes Gemüse ziehen.

Das Landleben lockt... Vor der Entscheidung, dann tatsächlich aufs Land zu ziehen, schrecken die meisten Menschen allerdings dann doch zurück. Stattdessen holen sie sich ländlichen Lifestyle in ihre Etagenwohnung und löffeln bäuerliche Fertigprodukte.

Denn der Alltag des Landlebens hat wenig mit den idyllischen Bildern von Bauernromantik zu tun: Viele bäuerliche Betriebe sind heute hochindustrialisiert, um überhaupt überleben zu können. Die Dörfer veröden, weil die Jungen wegziehen und nur noch die Älteren zurückbleiben. Vielerorts fehlen zum Beispiel Einkaufsmöglichkeiten, Ärzte oder Schulen, da die Infrastruktur nicht mehr gebraucht wird.

Der Stadt den Rücken kehren, um den Traum vom Landleben zu verwirklichen?

Diskutieren Sie mit uns in der Lebenszeit per Hörertelefon unter 00800/44 64 44 64 oder per Mail unter lebenszeit@dradio.de.

Gäste:
- Claudia Ohlsen: Ethnologin an der Universität Kiel. Sie untersucht die Vermarktung der Ländlichkeit.
- Harald Braun: Autor des Buches "Das Gummistiefel-Gefühl – Mein neues Leben in der Pampa"
- Katja Trippel: Autorin des Buches "Stadtlust. Vom Glück, in der Großstadt zu leben"

Das könnte sie auch interessieren

Entdecken Sie den Deutschlandfunk