Dienstag, 18.02.2020
 
Seit 20:10 Uhr Hörspiel
StartseiteSternzeitJupiter, Saturn und der Beginn der hellen Nächte30.04.2019

Der Sternenhimmel im MaiJupiter, Saturn und der Beginn der hellen Nächte

Im kommenden Monat stellt das Firmament endgültig auf Sommer um. Die Länge des lichten Tages nimmt in der Mitte Deutschlands noch einmal um eine Stunde und zwanzig Minuten auf sechzehn Stunden am Monatsende zu.

Von Dirk Lorenzen

Hören Sie unsere Beiträge in der Dlf Audiothek
Der Anblick des südlichen Firmaments am 1. Mai um 1 Uhr, am 16. Mai um 0 Uhr (die Mondposition bezieht sich auf diesen Tag) und zum Monatsende um 23 Uhr MESZ (MESZ)
Der Anblick des südlichen Firmaments am 1. Mai um 1 Uhr, am 16. Mai um 0 Uhr (die Mondposition bezieht sich auf diesen Tag) und zum Monatsende um 23 Uhr MESZ (MESZ)

An der dänischen Grenze wird es ab dem 8. Mai astronomisch gesehen nicht mehr dunkel. Die Sonne sinkt dann niemals tiefer als 18 Grad unter den Horizont. Aber erst ab 18 Grad gelangt wirklich keinerlei Sonnenlicht mehr an den Himmel.

Im Laufe des Mai weitet sich der Bereich der "hellen Nächte" bis nach Niedersachsen und Brandenburg aus. Dann erscheint der Nordhorizont auch um 1 Uhr morgens leicht aufgehellt.

In den immer kürzer werdenden Nächten sind von den klassischen Winterfiguren nur noch Fuhrmann und Zwillinge abends tief im Westen zu erkennen. Das Frühlingsdreieck aus Regulus im Löwen, Arktur im Bootes und Spica in der Jungfrau dominiert zunächst den Südhimmel.

Gegen Morgen übernimmt dann das prächtige Sommerdreieck – Wega in der Leier, Deneb im Schwan und Atair im Adler künden vom Nahen der heißen Jahreszeit.

Von den Planeten sind im Mai nur Jupiter und Saturn gut zu sehen. Der Riesenplanet Jupiter klettert bereits vor Mitternacht über den Südosthorizont. Der Ringplanet Saturn folgt ihm knapp zwei Stunden später.

Beide wandern sehr tief über den Südhimmel. Vom 20. bis 23. Mai zieht der abnehmende Mond an ihnen vorbei.

Besonders hübsch ist der Himmelsanblick am Morgen des 22. Mai. Dann nehmen Jupiter und Saturn den Mond in die Mitte und bilden eine gerade Linie.

Das könnte sie auch interessieren

Entdecken Sie den Deutschlandfunk