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StartseiteSternzeitHerbstanfang, Planetentanz und "Cassini"-Abschied31.08.2017

Der Sternenhimmel im SeptemberHerbstanfang, Planetentanz und "Cassini"-Abschied

Im kommenden Monat beginnt das Winterhalbjahr: Am 22. September wechselt die Sonne von der Nord- auf die Südhalbkugel. Zum Herbstanfang sind Tag und Nacht gleich lang, danach dominiert für sechs Monate die Dunkelheit.

Von Dirk Lorenzen

Anblick des Sternenhimmels Anfang September gegen 22 Uhr, Mitte des Monats um 21 Uhr und Ende September um 20 Uhr. (Stellarium)
Anblick des Sternenhimmels Anfang September gegen 22 Uhr, Mitte des Monats um 21 Uhr und Ende September um 20 Uhr . (Stellarium)

In den Abendstunden beherrscht das mächtige Sommerdreieck das Firmament. Nahe dem Zenit leuchten Wega in der Leier und Deneb im Schwan, hoch im Süden Atair im Adler.

Bei den Planeten tut sich im September einiges: In der ersten Monatshälfte können Experten noch den Riesenplaneten Jupiter kurz nach Sonnenuntergang tief im Südwesten ausmachen. Leichter ist Saturn im Schlangenträger zu erkennen: Er leuchtet abends tief im Süden, verschwindet aber auch schon vor Mitternacht von der Himmelsbühne. Am 26. September steht die Mondsichel etwas rechts oberhalb des Ringplaneten.

Am 15. September stürzt die Raumsonde Cassini geplant in die Wolken des Ringplaneten Saturn. (NASA)Am 15. September stürzt die Raumsonde Cassini geplant in die Wolken des Ringplaneten Saturn. (NASA)

Raumfahrtfans blicken im September mit Wehmut auf Saturn. Am Mittag des 15. September stürzt die Raumsonde "Cassini" in die Wolken des Planeten. 13 Jahre lang hat sie ihn als künstlicher Mond umkreist. Nun geht die Mission zu Ende.

Am Morgenhimmel zeigt sich ab der Monatsmitte ein ganzer Planetenreigen: Venus, Mars und Merkur stehen jeden Tag ein wenig anders. Vom 17. bis 19. September zieht die Mondsichel morgens an den drei Planeten vorbei – dies sind die schönsten Konstellationen des Monats.

Ende September funkelt zu Beginn der Morgendämmerung der gesamte Winterhimmel mit Orion und Sirius im Süden – und signalisiert so, dass die eiskalte Jahreszeit nicht mehr fern ist.

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