Donnerstag, 26.11.2020
 
StartseiteSternzeitUnd wieder leuchten die Sternschnuppen15.11.2020

Der Strom der LeonidenUnd wieder leuchten die Sternschnuppen

Jedes Jahr Mitte November zeigen sich die Leoniden am Firmament - Sternschnuppen, die aus dem Sternbild Löwe, lateinisch Leo, zu kommen scheinen. Sie huschen zwischen Mitternacht und der Morgendämmerung über den Südosthimmel.

Von Dirk Lorenzen

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Die Sternschnuppen der Leoniden zeigen sich in der zweiten Nachthälfte am Osthimmel (Stellarium)
Die Sternschnuppen der Leoniden zeigen sich in der zweiten Nachthälfte am Osthimmel (Stellarium)

Jedes Jahr Mitte November zeigen sich die Leoniden am Firmament - Sternschnuppen, die aus dem Sternbild Löwe, lateinisch Leo, zu kommen scheinen. Sie huschen zwischen Mitternacht und der Morgendämmerung über den Südosthimmel.

Die meisten Exemplare dürfte es in der Nacht zu Dienstag geben. Mit etwas Glück ist pro Stunde ein gutes Dutzend der Leuchtspuren am Himmel auszumachen. In diesem Jahr stört kein Mondlicht beim Blick auf die Meteore.

Sternschnuppen haben nichts mit zur Erde fallenden Sternen zu tun. Es sind kleine Steinchen, die mit hohem Tempo in die Erdatmosphäre eintreten und dabei die Luftteilchen zum Leuchten anregen.

Die Leoniden-Stückchen sind mehr als 250.000 Kilometer pro Stunde schnell - gut 70mal schneller als eine Gewehrkugel.

Die Erde kreuzt jetzt die Bahn des Kometen Tempel-Tuttle. Kometen sind Ansammlungen aus Eis, Staub und Gestein. In der Nähe der Sonne verdampft das Eis und reißt Staub und Steinchen mit. Diese Partikel bleiben auf der Bahn zurück - und sorgen bei der Kollision mit der Erde für die wunderbaren Leuchtspuren.

Der große dänische Physiker Niels Bohr (1885-1962) (NBI) (NBI)Nobelpreisträger vor 135 Jahren geboren - Niels Bohr und das Leuchten der Sterne
Vor 135 Jahren kam in Kopenhagen Niels Bohr zur Welt. Gemeinsam mit Kollegen entschlüsselte Niels Bohr den Aufbau der Materie und legte den Grundstein der Quantenmechanik.

Der Tradition nach geht ein stiller Wunsch beim Anblick einer Sternschnuppe in Erfüllung. Das mag man für Folklore halten - oder man denke an den großen dänischen Physiker Niels Bohr.

Auf die Frage, weshalb ausgerechnet er als nüchterner Wissenschaftler ein Hufeisen über der Tür seines Sommerhauses hängen habe, meinte er lakonisch, man habe ihm gesagt, es bringe auch Glück, wenn man nicht daran glaube. So ist es sicher auch mit den Sternschnuppen.

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