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StartseiteDeutschlandfunk - Der TagKoalition gerettet – Patient tot?24.09.2018

Der TagKoalition gerettet – Patient tot?

In quasi letzter Minute haben sich Union und SPD nun doch noch im Streit um Hans-Georg Maaßen geeinigt. Der Verfassungsschutz-Präsident wechselt ins Innenministerium, wird aber nicht Staatssekretär. Die GroKo scheint damit vorerst gerettet. Aber was heißt das für die Demokratie? Außerdem: Die Katholische Bischofskonferenz berät über die von ihr in Auftrag gegebene Missbrauchsstudie. Wie aussagekräftig ist die eigentlich?

Von Dirk-Oliver Heckmann

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"GroKo" aus ausgeschnittenen Buchstaben zusammen mit den Logos der Parteien CDU/CSU und SPD (Jan-Philipp Strobel/dpa)
Die GroKo scheint vorerst gerettet - wie groß aber ist der Vertrauensschwund? (Jan-Philipp Strobel/dpa)
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Hans-Georg Maaßen – er wird nicht – wie ursprünglich geplant – zum Staatssekretär im Innenministerium befördert. Aber er wird auch nicht in den Ruhestand versetzt. Sondern wechselt als Sonderbeauftragter ins Innenministerium. Erhält aber auch nicht mehr Geld. Darauf haben sich CDU, CSU und SPD geeinigt. Nachdem die Koalition bereits auf der Kippe stand. Die GroKo scheint damit zunächst gesichert. Aber wie groß ist der Schaden an der Glaubwürdigkeit der handelnden Politiker? Darüber spreche ich mit dem ehemaligen Chefredakteur des Deutschlandfunks, Rainer Burchardt.

Missbrauch in der Katholischen Kirche – Die Täter bleiben im Dunkeln

In Fulda hat heute die Deutsche Bischofskonferenz begonnen. Im Zentrum: Die Studie über sexuellen Missbrauch in der katholischen Kirche, die die Bischöfe in Auftrag gegeben hatten. Das schockierende Ergebnis: Zwischen 1946 und 2014 sollen insgesamt 1670 katholische Kleriker 3677 meist männliche Minderjährige sexuell missbraucht haben. Wie verlässlich sind diese Zahlen? Und weshalb weiß man nichts über die Täter? Das frage ich den Kriminologen Prof. Christian Pfeiffer, der zunächst mit der Studie beauftragt worden war, den Auftrag aber aus Protest gegen die Bedingungen zurückgab. Er wirft der Katholischen Kirche in Deutschland im Podcast "organisierte Verantwortungslosigkeit" vor. Die Bischöfe lüden weitere schwere Schuld auf sich.

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