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StartseiteDeutschlandfunk - Der TagPapa allein zu Haus02.08.2018

Der TagPapa allein zu Haus

Kinder allein groß zu bekommen, ist richtig viel Arbeit. Das suchen sich viele nicht aus, trotzdem steigt die Zahl der Alleinerziehenden. Meist sind es Mütter, aber auch immer mehr Väter kümmern sich allein. Väter wie Johnny. Und: Was fehlende Integrationsangebote mit kriminellen Clans zu tun haben.

Von Sarah Zerback

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(Johnnyspapablog.de)
Alleinerziehender Vater Johnny und seine Tochter (Johnnyspapablog.de)
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Breaking News: Alleinerziehende stemmen den Familienalltag überwiegend allein, haben es schwerer, Beruf und Kinder zu verbinden und weniger Geld zur Verfügung haben sie auch. Klingt wenig überraschend? Stimmt. Und klingt vor allem anstrengend. Trotzdem werden es immer mehr. Anderthalb Millionen alleinerziehende Eltern gibt es inzwischen in Deutschland, auch das hat das Statistische Bundesamt heute mitgeteilt. Fast neun von zehn sind Mütter. Aber es gibt sie eben auch, die alleinerziehenden Väter und auch die werden mehr. Der Berliner Blogger Johnny ist einer von ihnen. Im Podcast erzählt er, wie der Alltag mit seiner vierjährigen Tochter aussieht. Er sagt: "Ich habe mir das so nicht ausgesucht, aber es ist jetzt gut so wie es ist." Die Reaktionen, die er erlebt zeigen aber: Gesellschaftlich akzeptiert ist das Familienmodell noch immer nicht.

Familien stehen auch im Fokus unseres zweiten Themas. Es geht um kriminelle Clans, meist libanesische Großfamilien, gegen die Politik und Polizei jetzt verschärft vorgehen wollen. Deutschlandfunk-Korrespondentin Claudia van Laak erklärt, was das für Menschen sind, wie es zu den kriminellen Strukturen gekommen ist und welche Fehler Politik und Gesellschaft in der Vergangenheit gemacht wurden. So seien sie oft nur in Deutschland geduldet, dürften nicht arbeiten, ihre Kinder nicht zur Schule gehen. Mit der mangelnden Integration könne man die Kriminalität nicht entschuldigen, wiederholen solle man diesen Fehler aber auch nicht.

Feedback gerne an: dertag@deutschlandfunk.de

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