Dienstag, 19.11.2019
 
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Der TagUnd jetzt?

Die beiden Ministerpräsidenten in Brandenburg und Sachsen bleiben zwar im Amt – aber die Politik in beiden Ländern wird rauer nach diesen Landtagswahlen. Außerdem: Der Wahlkampf in Tunesien – welche Aufgaben dort auf den nächsten Präsidenten warten.

Von Tobias Armbrüster

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In der ostdeutschen Provinz hat die CDU viele Wähler an die AfD verloren (dpa / Wolfram Steinberg)
In der ostdeutschen Provinz hat die CDU viele Wähler an die AfD verloren (dpa / Wolfram Steinberg)

Es ist eine Verschnaufpause, die SPD und CDU bei den Wahlen in Brandenburg und Sachsen bekommen haben, mehr nicht - meint Frank Capellan. Die beiden Parteien stellen weiterhin den Ministerpräsidenten, aber gewonnen hat bei diesen Wahlen die AfD. Wenn die anderen Parteien den weiteren Aufstieg der Rechtspopulisten beenden wollen, dann müssen sie stärker auf die Probleme in den Bundesländern eingehen. Da gibt es viele Regionen, die sich vernachlässigt fühlen. Das alles ist kein typisch ostdeutsches Phänomen – die AfD verbucht auch im Westen Erfolge.

Harte Bandagen

Tunesien war das Land, das mit der so genannten Arabellion begonnen hat. Aber viele Bürger dort sind inzwischen enttäuscht – das sind die Beobachtungen von Jens Borchers. Der Sturz der alten Ordnung hat sich nie wirklich ausgezahlt. Jetzt wählen sie in Tunesien einen neuen Präsidenten. Und da wird mit harten Bandagen gekämpft: Einer der aussichtsreichsten Kandidaten sitzt bereits im Gefängnis. Der oder die neue im Präsidentenpalast muss vor allem eins: Vertrauen schaffen und die zersplitterten Parteien zusammen bringen. Kein leichter Job in einem Land, in dem auch der radikale Islam nach wie vor brodelt.   

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