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StartseiteAtelier neuer MusikZeitmühle06.02.2021

Der ungarische Komponist József SáriZeitmühle

Der Kanon verkörpert für ihn eine musikalische Form, die losgelöst von allem Modischen überzeitliche Gültigkeit hat. József Sári, 1935 in Ungarn geboren, beweist in seiner Musik, dass Respekt vor der Vergangenheit keine antiquierte Haltung sein muss. Sein Komponieren folgt einem ganz eigenen Weg.

Am Mikrofon: Thomas Beimel

Blick auf Budapest von leicht erhöhter Position, im Vordergrund ein breiter Fluss, auf dem zwei Schiffe fahren. (dpa / picture alliance / blickwinkel / K. Thomas)
Budapest: für József Sári ein Ort vieler Konflikte und später Anerkennung. (dpa / picture alliance / blickwinkel / K. Thomas)
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Über das Konservatorium von Györ kam József Sári an die Budapester Musikuniversität. Sein Lehrer Endre Szervánszky gab ihm Arnold Schönberg und Anton Webern zu hören. Die wichtigste Lehre indes war für ihn das eigene Experimentieren, dessen Lebendigkeit auf der Basis von Kalkulation und strengen Strukturen beruhte.

1972 bis 1982 lebte Sári im hessischen Gießen, hier beschäftigte ihn die Arbeit mit klanglichen Mobiles. Nach seiner Rückkehr nach Ungarn erfuhr er dort endlich eine wachsende Wahrnehmung seiner Musik. Spät wurde er für sein Schaffen geehrt, dennoch ist der Einzelgänger ein Unbekannter geblieben. Auch deshalb lohnt es, Thomas Beimels Porträt aus dem Jahre 2007 heute wieder zu hören.

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