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StartseiteAtelier neuer MusikDer weite Horizont eines Minimalisten24.01.2015

Der US-amerikanische Komponist Tom JohnsonDer weite Horizont eines Minimalisten

Tom Johnson ist ein Komponist, der eher mathematischen Reihen oder Modellen vertraut als Eingebungen eines individuellen Ausdrucksbedürfnisses. Viele seiner Stücke basieren auf wenigen Grundbausteinen.

Vorgestellt von Michael Frank

Die Yale University in New Haven, Connecticut (dpa)
Einflussreiche Ausbildungsstätte für Johnson: die Yale University (dpa)

Johnson studierte zunächst an der Yale University in New Haven, Conneticut, und später bei Elliot Carter und Morton Feldman. Der Minimalismus seiner Werke scheint nicht kühl, in etlichen Stücken ist sein Sinn für Humor zu spüren, andere Werke wirken ob ihrer Vorhersehbarkeit meditativ. Eine Ausnahmestellung in seinem Werk nimmt Johnsons Vertonung von Texten des 1945 von den Nationalsozialisten ermordeten Theologen Dietrich Bonhoeffer ein.

Am 18. November 2014 wurde Tom Johnson 75 Jahre alt. In Michael Franks Porträt äußert sich Johnson u.a. über musikalische Initiationserlebnisse, zur Entstehungsgeschichte des musikalischen Minimalismus sowie über das Prinzip der Nicht-Intentionalität seit John Cage und Morton Feldman.

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