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StartseiteSternzeitBuzz Aldrin, der Mond-Opa20.01.2020

Der zweite Mensch auf dem Mond wird 90Buzz Aldrin, der Mond-Opa

Vor 90 Jahren kam im US-Bundesstaat New Jersey Edwin Aldrin zur Welt. Im Juli 1969 betrat er kurz nach Neil Armstrong als zweiter Mensch den Mond. Bei der NASA ist Aldrin nach wie vor ein gern gesehener Gast.

Von Dirk Lorenzen

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Edwin Aldrin (im Bild) und Neil Armstrong waren auf einem Sichelmond gelandet (NASA)
Mann im Mond: Buzz Aldrin am 21. Juli 1969 auf dem Trabanten der Erde (NASA)

Vor 90 Jahren kam im US-Bundesstaat New Jersey Edwin Aldrin zur Welt. Er absolvierte die Militärakademie West Point, diente unter anderem als Kampfpilot im Koreakrieg und studierte Luft- und Raumfahrttechnik an der Elite-Universität MIT.

Im Oktober 1963, da war er 33 Jahre alt, wurde Edwin genannt Buzz Aldrin Mitglied der dritten Astronautenklasse der NASA. Er war der erste Kandidat mit einem Doktortitel. Drei Jahre später flog er mit "Gemini 12" ins All. Fast vier Tage lang kreiste er um die Erde und führte etliche Kopplungstests mit einem unbemannten Satelliten durch.

Im Juli 1969 betrat Buzz Aldrin kurz nach Neil Armstrong als zweiter Mensch den Mond. Auf den Fotos von Apollo elf, die einen Menschen im Raumanzug zeigen, ist fast immer Buzz Aldrin zu sehen, auch wenn es laut Bildunterschrift gelegentlich Neil Armstrong sein soll. Armstrong fotografierte sehr viel und ist daher selbst fast nie abgebildet, allenfalls ist er im verspiegelten Visier von Buzz Aldrin zu erkennen.

Buzz Aldrin auf der Besuchertribüne bei der "State of the Union Address" des US-Präsidenten am 05.02.2019  (US-Senate Photo Studio/John Shinkle)Buzz Aldrin auf der Besuchertribüne bei der „State of the Union Address“ des US-Präsidenten am 05.02.2019 (US-Senate Photo Studio/John Shinkle)

Einige Jahre nach der Rückkehr vom Mond fiel Aldrin in eine tiefe Lebenskrise und wurde alkoholabhängig. Nach einiger Zeit kämpfte er sich zurück in sein irdisches Leben.

Bei der NASA ist Aldrin nach wie vor ein gern gesehener Gast. Zum Teil sind seine Auftritte allerdings etwas kauzig. Auf Tagungen beteiligt er sich intensiv an den Debatten über das aktuelle Mondprogramm – und bringt all seine Erfahrung ein von den zweieinhalb Stunden auf dem Mond vor einem halben Jahrhundert.

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