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StartseiteInterview"Öffentliche Ächtung ist sinnvoll"09.02.2014

Steuerhinterziehung"Öffentliche Ächtung ist sinnvoll"

Von den prominenten Steuerbetrugsfällen erhofft sich der Soziologe Steffen Mau eine "öffentliche Reinigung". Das deutsche Steuersystem müsse transparenter und gerechter werden, sagte Mau im DLF. Die Steuermoral in einer Gesellschaft hänge von der Gewissheit ab, dass jeder sein Scherflein beitrage.

Steffen Mau im Gespräch mit Kathrin Hondl

Im Bild ist links ein Steuererklärungsformular und darüber liegend rechts ein weißes Blatt mit dem Titel "Selbstanzeige" zu sehen. (dpa / picture-alliance / Armin Weigel)
Die Selbstanzeige steht in der Diskussion (dpa / picture-alliance / Armin Weigel)
Weiterführende Information

Steuerbetrug - Selbstanzeige abschaffen! (Deutschlandradio Kultur, Kommentar, 8.2.2014)

Fahimi: Neue Signale für Steuerehrlichkeit notwendig (Deutschlandfunk, Interview, 7.2.2014)

Über das Für und Wider der Selbstanzeige (Deutschlandfunk, Themen der Woche, 8.2.2014)

Das Gemeinwesen könne nur finanziert werden, wenn alle sich daran beteiligen. Die Maxime "gerecht ist nur, was mir nützt" dürfe im Steuersystem nicht gelten.

Allgemein sei die Steuermoral in Deutschland gegenüber anderen Ländern eher schlecht. Das liege zunächst an einem generellen Misstrauen gegenüber dem Staat, aber auch am System. So sei zum Beispiel in der Schweiz in Regionen mit viel Mitbestimmung durch die Bevölkerung die Steuermoral sehr viel besser.

Das gesamte Gespräch können Sie bis mindestens 9.7.2014 in unserem Audio-On-Demand-Bereich nachhören.

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