Die Nachrichten

Die Nachrichten

Die Nachrichten

Deutsch-Israelische BeziehungenGauck empfängt Israels Präsident Rivlin

Bundespräsident Gauck (r) empfängt den israelischen Präsidenten Rivlin, daneben Jugendliche mit deutschen und israelischen Fahnen. (picture alliance / dpa / Wolfgang Kumm)
Israels Präsident Rivlin wird in Berlin von Bundespräsident Gauck begrüßt. (picture alliance / dpa / Wolfgang Kumm)

Bundespräsident Joachim Gauck hat seinen israelischen Kollegen Reuven Rivlin mit militärischen Ehren in Berlin empfangen. Die Begrüßung im Berliner Schloss Bellevue war der Auftakt für einen dreitägigen Staatsbesuch, mit dem Deutschland und Israel an das 50-jährige Jubiläum der Aufnahme ihrer diplomatischen Beziehungen erinnern.

Vor seiner Abreise aus Israel hatte Reuven Rivlin daran erinnert, dass er zu jenen Israelis zählte, die vor 50 Jahren die Aufnahme diplomatischer Beziehungen mit Deutschland . "Ich gehörte zu einer Gruppe von Studenten, die gegen die Ankunft des ersten deutschen Botschafters in Israel demonstrierte", sagte Rivlin. "Die Freundschaft zwischen Deutschland und Israel war nicht immer etwas, das natürlich schien."

Inzwischen seien die Beziehungen aber über die Jahre gewachsen. "Ich reise nun nach Deutschland, um 50 Jahre einer sehr engen Freundschaft zu begehen", sagte Rivlin.

Merkel besteht auf Zwei-Staaten-Lösung

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) besteht gegenüber Israel auf einer Zwei-Staaten-Lösung im Nahost-Konflikt. Diese ermögliche beste Chancen für einen dauerhaften Frieden in der Region, sagte Merkel in Berlin. Dafür werde sie in ihrem Gespräch mit Staatspräsident Rivlin werben. Zuvor hatte Bundespräsident Gauck nach einem Treffen mit Rivlin betont, Deutschland versuche weiterhin, einer Zwei-Staaten-Lösung im Nahen Osten zum Durchbruch zu verhelfen. Der israelische Präsident bekräftigte hingegen seine Ablehnung einer solchen Option

Am Nachmittag legte Rivlin einen Kranz am Mahnmal Gleis 17 am Bahnhof Grunewald nieder. Von dort aus wurden während der Nazi-Diktatur Tausende Juden in die Todeslager deportiert. Der Festakt für das diplomatische Jubiläum findet am Dienstag statt. An diesem Tag will Rivlin auch mit Bundeskanzlerin Merkel und Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) zusammenkommen.    

(pg/dk)

Weiterführende Information

Nachrichtenportal