Filmfestival
Deutsche Filmemacherin Grisebach mit Preis der Jury in Cannes geehrt

"Das geträumte Abenteuer" der deutschen Filmemacherin Valeska Grisebach ist beim Festival in Cannes mit dem Preis der Jury gewürdigt worden. Die Auszeichnung sei "ein großer Erfolg für die Regisseurin und eine wichtige Anerkennung für den deutschen Film auf internationaler Bühne", erklärte Kulturstaatsminister Weimer.

    Cannes: Regisseurin Valeska Grisebach nimmt den Preis der Jury für "Das geträumte Abenteuer" während der Preisverleihung bei den 79. Internationalen Filmfestspielen entgegen.
    Auszeichnung für Valeska Grisebach beim Filmfestival in Cannes (Invision / AP / dpa / Andreea Alexandru)
    Grisebachs mit Bundesmitteln geförderter Film erzählt die Geschichte einer Archäologin, die in ihre Heimat im Grenzgebiet zwischen Bulgarien, der Türkei und Griechenland zurückkehrt. "Europa steht für mich für die Zusammenarbeit zwischen den Ländern", sagte die Regisseurin in ihrer Dankesrede.
    Daneben wurden in Cannes noch weitere Filme mit Bezug zu Deutschland geehrt.
    Die russisch-lettisch-deutsche Koproduktion "Minotaur" des in Paris im Exil lebenden russischen Regisseurs Andrei Petrowitsch Swjaginzew wurde mit dem Großen Preis ausgezeichnet. "Vaterland" mit der deutschen Schauspielerin Sandra Hüller erhielt den Preis für die Beste Regie. Der Streifen erzählt die Rückkehr von Thomas Mann und seiner Tochter Erika 1949 aus den USA nach Deutschland. Die männlichen Hauptrollen spielen Hanns Zischler und August Diehl. Die deutsch-österreichische Koproduktion "Everytime" von Sandra Wollners gewann den Hauptpreis in der Nebenreihe "Un Certain Regard". 
    Mit der Goldenen Palme wurde der Film "Fjord" des rumänischen Regisseurs Cristian Mungiu ausgezeichnet. Die US-Schauspielerin und Sängerin Barbra Streisand wurde in Abwesenheit mit einer Ehrenpalme für ihr Lebenswerk geehrt. Zu Beginn des Festivals waren bereits "Herr der Ringe"-Regisseur Peter Jackson und Hollywood-Star John Travolta mit Ehrenpalmen ausgezeichnet worden.
    Diese Nachricht wurde am 24.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.