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Deutsche FirmaGift für Hinrichtungen in die USA geliefert?

Blick in die "Todeskammer" des Staatsgefängnisses von Huntsville, Man sieht die weiße Liege, auf der die Todeskandidaten festgeschnallt werden, in dem grün gestrichenen Raum.  (dpa/afp/epa)
Ermöglicht ein deutsches Unternehmen Hinrichtungen in den USA? (dpa/afp/epa)

Die Staatsanwaltschaft in Oldenburg ermittelt gegen ein Pharma-Unternehmen wegen des Verdachts illegaler Exporte giftiger Substanzen in die USA und nach Asien.

Die Anklagebehörde teilte am Abend mit, es gebe Ermittlungen wegen des Verdachts von Verstößen gegen das Außenwirtschaftsgesetz (Audio-Link). Dazu habe es auch Durchsuchungen gegeben. Der Verdacht richte sich gegen mehrere Verantwortliche des Unternehmens.

Nach Recherchen von NDR und "Süddeutscher Zeitung" handelt es sich dabei um die zu einem US-Pharmakonzern gehörende Firma VET Pharma Friesoythe GmbH in Niedersachsen. Offenbar geht es bei den Ermittlungen um den Export einer Injektionslösung zum Einschläfern von Tieren. Der enthaltene Wirkstoff wird den Berichten zufolge in US-Gefängnissen dazu benutzt, Menschen hinzurichten, fällt unter die EU-Folterrichtlinie und unterliegt strengen Export-Beschränkungen.

Diese Nachricht wurde am 13.07.2018 im Programm Deutschlandfunk gesendet.