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Deutsche GeschichteGrütters: Friedliche Revolution nicht angemessen gewürdigt

Knapp vier Wochen nach dem 40. Jahrestag der DDR gehen am 4.11.1989 Hunderttausende in Ost-Berlin auf die Straße. (picture alliance/dpa)
Hunderttausende DDR-Bürger protestierten 1989 gegen die Regierung. (picture alliance/dpa)

Kulturstaatsministerin Grütters (CDU) beklagt, dass die friedliche Revolution vom Herbst 1989 bislang nicht angemessen gewürdigt worden sei.

Das finde sie nicht richtig, sagte Grütters der "Berliner Zeitung". Dabei sei der Fall der Mauer am 9. November 1989 ein Ereignis von welthistorischem Rang gewesen. Die Deutschen täten sich schwer damit, sich auch an die freudigen Ereignisse ihrer Geschichte zu erinnern.

Mit Blick auf das geplante Einheits- und Freiheitsdenkmal rief die CDU-Politikerin dazu auf, nach dem jahrelangem Hin und Her keine Debatten mehr über einen neuen Standort anzustoßen. Alle sollten jetzt an einem Strang ziehen. Es mache sie traurig, dass das Denkmal nicht zum 30. Jahrestag des Mauerfalls stehen werde.

Ende September 2018 hatte der Bund gut 17 Millionen Euro für den Bau des Einheits- und Freiheitsdenkmal in Berlin bewilligt. Mit der sogenannten Einheitswippe soll an die friedliche Wiedergewinnung der Deutschen Einheit erinnert werden. Die riesige begehbare Waage soll vor dem Berliner Schloss auf dem Sockel des früheren Kaiser-Wilhelm-Nationaldenkmals errichtet werden.