Dienstag, 29. November 2022

Trotz Inflation
Deutsche Wirtschaft im dritten Quartal um 0,4 Prozent gewachsen

Die deutsche Wirtschaft ist trotz hoher Inflation und Lieferengpässen stärker gewachsen als erwartet. Wie ein Sprecher des Statistischen Bundesamtes mitteilte, stieg das Bruttoinlandsprodukt im dritten Quartal von Juli bis September um 0,4 Prozent im Vergleich zum Vorquartal. In einer ersten Schätzung war die Behörde noch von einem Wachstum um 0,3 Prozent ausgegangen.

25.11.2022

    Containerschiffe im Hamburger Hafen
    Die deutsche Wirtschaft ist im Sommer um 0,4 Prozent gewachsen. (picture alliance / ASSOCIATED PRESS / Michael Probst)
    Dennoch seien die Aussichten insgesamt trüb.
    Im laufenden Schlussquartal und Anfang des nächstes Jahres erwarte man weiterhin ein schrumpfendes Bruttoinlandsprodukt, hieß es.
    Europas größte Volkswirtschaft wuchs im dritten Quartal trotz anhaltender Corona-Pandemie, Lieferengpässen, steigender Preisen und des Kriegs in der Ukraine wie bereits in den ersten beiden Quartalen des Jahres (plus 0,8 Prozent und plus 0,1 Prozent). Getragen wurde das Wachstum im Zeitraum Juli bis September vor allem von den privaten Konsumausgaben.
    Trotz hoher Inflation und der Energiekrise nutzten die Verbraucherinnen und Verbraucher auch im dritten Quartal die Aufhebung fast aller Corona-Beschränkungen, um zum Beispiel mehr zu reisen und auszugehen, wie die Wiesbadener Behörde erläuterte.
    Diese Nachricht wurde am 25.11.2022 im Programm Deutschlandfunk gesendet.