Die Nachrichten
Die Nachrichten

Deutscher PresseratSo viele Beschwerden wie noch nie

Ein Schild mit dem Schriftzug Deutscher Presserat, freiwillige Selbstkontrolle der Printmedien. (imago/Becker&Bredel)
Das Logo des Deutschen Presserates (imago/Becker&Bredel)

Beim Deutschen Presserat haben sich 2020 so viele Bürgerinnen und Bürger beschwert wie noch nie.

Es habe 4.085 Beschwerden gegeben und damit fast doppelt so viele wie 2018, teilte der Presserat als freiwillige Selbstkontrolle der Presse in seinem Jahresbericht in Berlin mit. Der Grund für den deutlichen Anstieg seien Massenbeschwerden zu einzelnen Artikeln gewesen. Dazu zählten etwa Texte über die Kindstötung in Solingen und die Polizei-Kolumne in "der tageszeitung" - taz. Kritik an der Berichterstattung über die Corona-Pandemie habe das Gremium überwiegend zurückgewiesen, hieß es. Bei 80 Prozent habe kein Verstoß gegen den Pressekodex vorgelegen.

Insgesamt erteilte der Presserat 53 Rügen, das waren 19 mehr als im Vorjahr. In vielen Fällen bezogen sie sich auf eine mangelnde Trennung von redaktionellen Inhalten und Werbung.

Diese Nachricht wurde am 23.02.2021 im Programm Deutschlandfunk gesendet.