Samstag, 20. August 2022

Archiv

Deutsches Komponistenarchiv
Stimmen - Spuren - Ränder

Mit dem Weitwinkelobjektiv in die jüngere kompositorische Produktion: Im Deutschen Komponistenarchiv in Dresden-Hellerau steht nicht die Spezialisierung oder der Blick auf die Großkomponisten im Fokus, sondern das zeitgenössische Musikleben in seiner stilistischen, funktionalen und organisatorischen Vielseitigkeit. Und damit soll sichtbar gemacht werden, was sonst nicht im Blickfeld ist.

Von Georg Beck | 16.05.2015

    Blick auf das Festspielhaus des Europäischen Zentrums der Künste in Dresden-Hellerau, zu dem auch das Deutsche Komponistenarchiv gehört
    Gehört zum Europäischen Zentrum der Künste in Hellerau: das Deutsche Komponistenarchiv (dpa / picture alliance / Franz-Peter Tschauner)
    Angemessen und allumfassend dokumentieren war das Ziel, als man im Frühjahr 2005 das Deutsche Komponistenarchiv mit Unterstützung der GEMA-Stiftung und der Kulturstiftung der Länder aus der Taufe gehoben und 2009 ans Europäische Zentrum der Künste Dresden gebunden hatte. Eine Dekade später bietet das Jubiläum Anlass für Zwischenbilanz und Nachfrage. Bei Initiatoren und Organisatoren, aber auch bei den Künstlern und deren Rechtsnachfolgern. Ist die Idee des Weitwinkels aufgegangen? Gibt es Momente der Verzeichnung? Und: Was überhaupt ist Aufgabe und Selbstverständnis eines Deutschen Komponistenarchivs?