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Deutschland-BesuchMaas verteidigt Einladung von Erdogan

Außenminister Maas wird vom türkischen Staatspräsidenten Erdogan im Präsidentenpalast in Ankara empfangen (dpa / Inga Kjer)
Außenminister Maas wird vom türkischen Staatspräsidenten Erdogan empfangen (dpa / Inga Kjer)

Außenminister Maas hat die Einladung des türkischen Staatspräsidenten Erdogan zu einem Staatsbesuch nach Deutschland gegen Kritik verteidigt.

Dass dies zu Protesten führe, sei Teil der demokratischen Realität in unserem Land, sagte der SPD-Politiker in einem Interview mit der Deutschen Presse-Agentur. Die Konsequenz könne aber nicht sein, dass Erdogan nicht mehr nach Deutschland kommen könne. Vielmehr gebe es zahlreiche Themen, die man miteinander zu besprechen habe.

Der türkische Staatspräsident wird am 28. September zu einem zweitägigen Besuch in Berlin erwartet. Anschließend reist er nach Köln weiter. Ob er dort eine Rede vor großem Publikum halten wird - wie bei früheren Gelegenheiten - ist noch unklar.

Maas stattete vor gut einer Woche der Regierung in Ankara seinen Antrittsbesuch ab. Die bilateralen Beziehungen sind seit dem gescheiterten Putsch in der Türkei vor zwei Jahren äußert angespannt. Beide Länder wollen ihr Verhältnis normalisieren.