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DeutschlandWest-Nil-Virus erneut bei Bartkauz nachgewiesen

Bartkauz in der Vorderansicht  (imago / blickwinkel)
Bartkauz in der Vorderansicht (imago / blickwinkel)

Bei einem toten Bartkauz ist zum zweiten Mal in Deutschland das gefährliche West-Nil-Virus bei einem Vogel nachgewiesen worden.

Das teilte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) in Erlangen mit. Zum ersten Mal wurde das Virus Ende August ebenfalls bei einem Bartkauz aus einem Zoo in Halle/Saale entdeckt. Der Vogel in Bayern lebte in einem Wildpark in Poing im oberbayerischen Landkreis Ebersberg.

Das West-Nil-Virus wird durch Stechmücken übertragen. Er infiziert meist Vögel, kann aber auch auf Pferde und den Menschen übertragen werden. In den meisten Fällen bleibt die Infektion ohne Symptome. In südeuropäischen Ländern waren in diesem Jahr auffällig viele Menschen am West-Nil-Virus erkrankt. In Deutschland tritt die Erkrankung sehr selten auf. Experten gehen nicht davon aus, dass sich der Virus in Deutschland über den Winter halten wird.

In Griechenland steigt die Zahl der am West-Nil-Fieber erkrankten und gestorbenen Menschen weiter. Nach neuen Angaben starben in diesem Jahr bereits 22 Menschen an den Folgen der Virus-Erkrankung. Knapp 180 weitere Infektionen wurden demnach erfasst. Dies teilte die zuständige Behörde des Gesundheitsministeriums mit. 24 Menschen werden demnach derzeit noch in Krankenhäusern behandelt, 12 davon auf Intensivstationen.