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StartseiteSport am Wochenende"Sport und Politik sind nicht zu trennen"31.10.2015

DFB-Skandal"Sport und Politik sind nicht zu trennen"

DFB-Präsident Wolfgang Niersbach hat eine Einladung in den Sportausschuss des Bundestages zur WM-Affäre abgelehnt. Stattdessen wird das Bundesinnenministerium wohl Rede und Antwort stehen, wo gerade alle WM-Akten geprüft werden, sagte die Vorsitzende Dagmar Freitag im DLF.

Dagmar Freitag im Gespräch mit Astrid Rawohl

Dagmar Freitag, Vorsitzende des Sportausschusses im Deutschen Bundestag (picture alliance / dpa / Axel Heimken)
Dagmar Freitag, Vorsitzende des Sportausschusses im Deutschen Bundestag (picture alliance / dpa / Axel Heimken)
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Niersbach habe die Absage für seine Einladung in den Sportausschuss mit den laufenden Untersuchungen begründet. Sie sei aber zuversichtlich, dass es in Zukunft noch zu einer Anhörung mit dem DFB-Präsidenten im Ausschuss kommen könnte.

Die SPD-Politikerin äußerte sich auch zu ihrem Kollegen Reinhard Grindel von der CDU. Grindel ist sowohl Präsidiumsmitglied des DFB, als auch Mitglied des Sportausschuss. Grundsätzlich könne wegen eventueller persönlicher Befangenheits- oder Loyalitätskonflikte keinem Mitglied die Teilnahme an einer Sitzung verwehrt werden. "Das liegt im Ermessen des einzelnen Abgeordneten. Da muss man schon ich sich gehen und prüfen, ob eine Teilnahme richtig ist oder nicht", sagte Freitag.

Bundesinnenministerium prüft Akten

Freitag erwähnte auch, dass aktuell im Bundesinnenministerium (BMI) alle Unterlagen zur WM-Bewerbung 2006 geprüft werden. Vertreter des BMI werden dann am Mittwoch dem Ausschuss Reden und Antwort stehen. Gerade bei der Bewerbung um sportliche Großereignisse, suche der Sport ja geradezu den engen Schulterschuss mit der Politik, sagte Freitag, die auch klar stellte: "Sport und Politik sind nicht zu trennen."

Sie sei froh über das große öffentliche Interesse an der WM-Affäre. "Wir diskutieren in Deutschland ja durchaus mit markigen Worten über die Vergabe von Sportereignissen in anderen Ländern. Dann ist es sehr gut, dass die Öffentlichkeit dafür interessiert, dass es wenigstens bei uns entsprechend rechtsstaatlich und demokratisch abgeht."

Freitag bedauerte die Entscheidung die Sitzungen des Sportausschusses nicht-öffentlich zu halten. "Das ist für mich ein dauerhaftes Ärgernis", sagte Freitag. In dieser Wahlperiode sei es aber ausgeschlossen, dass auch nur bei einzelnen Sitzungen die Öffentlichkeit zugelassen werde.

Das vollständige Gespräch können Sie bis mindestens 1. Mai 2016 nachhören.

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