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StartseiteHistorische AufnahmenEin US-amerikanisches Monument 09.01.2020

Die 3. Sinfonie von Aaron Copland Ein US-amerikanisches Monument

Aaron Coplands 3. Sinfonie wurde nach der Uraufführung 1946 gefeiert als "landmark in American music" und erhielt eine ganze Reihe von Preisen. Sie ist mit einem großen Orchester besetzt und enthält kein Programm, denn die Musik solle für sich sprechen. Aber es gibt Zitate aus früheren Werken.

Schwarz-weiß Foto von 1945 mit den Komponisten und Dirigenten Leonard Bernstein und Aaron Copland. Sopland trägt eine runde, randlose Brille und singt offensichtlich (imago)
Leonard Bernstein und Aaron Copland (v.l.) 1945 in Bernardsville, New Jersey. Bernstein leitete 1947 die europäische Erstaufführung der 3. Sinfonie von Copland (imago)
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Die 3. Sinfonie von Aaron Copland war ein Auftragswerk der Koussevitzky Foundation und wurde am 18. Oktober 1946 von Sergei Koussevitzky mit dem Boston Symphony Orchestra in der Boston Symphony Hall uraufgeführt. Die europäische Premiere leitete Leonard Bernstein 1947 in Prag.

Beide Dirigenten waren begeistert von dem Werk, das sie als "großartigste amerikanische Sinfonie, die jemals geschrieben wurde" und als "amerikanisches Monument" bezeichneten. Dennoch empfahlen sie einige Kürzungen, auf die sich der Komponist dann schweren Herzens einließ.

Copland griff bei der Komposition zwar auf früheres thematisches Material zurück, legte aber Wert darauf, dass er, zumindest bewusst, keine Elemente aus der traditionellen oder der populären Musik verwendet hat. Er sah sich zu Unrecht als "Folk-lorist" und "Hoflieferant der Amerikana" katalogisiert. Allerdings ist das Werk schon stark vom Optimismus und Patriotismus der unmittelbaren Nachkriegszeit geprägt.

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