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StartseiteSternzeitArea 51 – astronomisch betrachtet20.02.2021

Die besondere Rolle der 51Area 51 – astronomisch betrachtet

Im Nebelkatalog des französischen Astronomen Charles Messier kennzeichnet die 51 eine auffallend schöne Spiralgalaxie im Sternbild Jagdhunde, die uns ihre volle Breitseite zeigt. Wir schauen also ziemlich genau von oben – oder von unten – auf diese rund 23 Millionen Lichtjahre entfernte Galaxie.

Von Hermann-Michael Hahn

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Die Doppelgalaxie M 51 im Sternbild Jagdhunde ist ein Beispiel für die Kollision einer großen Spiralgalaxie mit einer kleiner irregulären Galaxie. (NASA)
Die Galaxie Messier 51 im Sternbild Jagdhunde ist schon mit einem lichtstarken Fernglas als blasser Nebelschimmer zu erkennen (NASA)

1845 erkannte der irische Astronom William Parsons mit einem selbstgebauten Spiegelteleskop von 183 Zentimetern Durchmesser erstmals die Spiralstruktur dieses vermeintlichen Nebels.

Später wurde dann deutlich, dass ein benachbart erscheinender Nebel offenbar gerade in geringer Distanz an Messier 51 vorbeizieht und mit diesem wechselwirkt, ihn also mit seiner Anziehungskraft mehr oder weniger durcheinanderwirbelt.

Vermutlich dauert dieser Einfluss schon länger an, denn M51 enthält auffallend viele Sternentstehungsgebiete, die wohl die Folge einer solchen Störung von außen sind.

Künstlerische und sehr phantasiereiche Darstellung des Planeten bei 51 Pegasi (ESO)Um den Stern 51 Pegasi (rechts) bewegt sich ein planetarer Begleiter (Animation). (ESO) (ESO)

Im Herbst vergangenen Jahres meldeten US-Forscher, dass sie in Messier 51 Hinweise auf einen Exoplaneten gefunden hätten: M51-ULS-1b. Er umrundet eine starke Röntgenquelle, die er gelegentlich verfinstert.

Sollte sich diese Interpretation der Daten bestätigen, würde sich die Geschichte hinsichtlich der Katalognummer fast eins zu eins wiederholen, denn der erste Exoplanet bei einem sonnenähnlichen Stern überhaupt wurde 1995 beim Stern 51 Pegasi gefunden.

Ach ja, und heute ist der 51. Tag des Jahres.

Dies ist die drittletzte Sternzeit von Hermann-Michael Hahn, der sich nach 51 Jahren aus der Arbeit als Hörfunkautor zurückzieht.

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