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StartseiteJazzFactsGegen den Strich12.03.2020

Die Brüder Théo und Valentin CeccaldiGegen den Strich

Der eine spielt Geige, der andere Cello. Théo und Valentin Ceccaldi haben sich in kürzester Zeit in der Crème de la Crème der europäischen Improvisationsgarde etabliert. Und das nicht nur mit kammermusikalischem Wohlklang.

Von Karsten Mützelfeldt

Drei skurril angezogene Männer - zwei im Vordergrund, einer im Hintergrund - schauen frontal in die Kamera. Alle tragen auffällige Sonnenbrillen. (Sylvain Gripoix)
Machen ihrem Bandnamen "Freaks" auch optisch alle Ehre: Théo und Valentin Ceccaldi (Sylvain Gripoix)
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Eines ihrer gemeinsamen Projekte trägt den vielsagenden und augenzwinkernden Titel "Freaks". Nomen est omen: Mit Humor und einer gehörigen Portion Verrücktheit wechseln die Brüder Théo und Valentin Ceccaldi von zarten Momenten in raue, brachiale Klangeruptionen, wandeln sich von feingeistigen Poeten zum Teufelsgeiger und -cellisten. Jazz, Neue Musik, Rock und Punk - diese Bandbreite kosten die beiden nicht selten in einem einzelnen Stück aus. Und wenn die Söhne eines geigenden Musikschulleiters sich vor dem großen Django Reinhardt verneigen, dann ist einiges zu erwarten - nur kein musealer Aufguss der Tradition. Ganz gleich, in welchem Kontext sie auftauchen - die im beschaulichen gallischen Städtchen Pithiviers geborenen Ceccaldi-Brüder sind immer für eine Überraschung gut. Und bei allem Charme auch mal erfrischend böse.

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