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StartseiteHintergrundDie Explosion der Armut05.04.2008

Die Explosion der Armut

Das Problem der hohen Geburtenraten in Afrika am Beispiel Ugandas

Fast ungebremst wächst die Bevölkerung in manchen Ländern Afrikas, im Kongo, in Liberia oder Uganda, die zu den ärmsten Ländern der Welt zählen. Die Geburtenrate ist in diesen Ländern konstant hoch, während die Sterberate weiter sinkt. Mit einem Bevölkerungswachstum von derzeit 3,2 Prozent würde sich die Einwohnerzahl Ugandas in den kommenden 20 Jahren verdoppeln.

Von Corinna Arndt

Der ugandische Präsident Yoveri Museveni. (AP Archiv)
Der ugandische Präsident Yoveri Museveni. (AP Archiv)
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Die Straße nach Namachere führt steil bergauf. Kurve um Kurve erklimmt sie den mächtigen Mount Elgon, einen erloschenen Vulkan ganz im Osten Ugandas. Wo das Dorf beginnt, ist schwer zu sagen. Links und rechts wuchern Bananenstauden; in ihrem Schatten ducken sich bescheidene Häuser. Die Grundstücke sind winzig klein. Kein Quadratmeter Land ist ungenutzt, es gibt kein Fleckchen, auf dem nicht Blätter und Blüten sprießen und Früchte gedeihen.

Eine junge Frau hockt am Straßenrand und wartet auf das erste Matatu-Minibustaxi des Tages. Im Arm hält sie ihre zwei Monate alte Tochter, die Fieber hat und Durchfall. Es könnte Malaria sein, sie muss in die Klinik.

Rosasfio Kikanagwa ist 26 Jahre alt und hat acht Kinder. Das ist guter ugandischer Durchschnitt. Sie und ihr Mann sind Subsistenz-Bauern, also Selbstversorger, wie die große Mehrheit ihrer Landsleute. Das heißt: Bargeld haben sie so gut wie nie in der Hand. Die Familie lebt von den Kochbananen, Kartoffeln und Karotten, die ihr winziges Feld hergibt. Trotz kostenloser Schulbildung in Uganda werden die Kinder kaum über ein paar Jahre beim Dorflehrer hinauskommen. Abitur oder gar ein Studium gelten als unbezahlbarer Luxus.

Jeder zweite Ugander ist heute jünger als fünfzehn Jahre. Und jedes vierte Mädchen wird Mutter, bevor es volljährig ist. Wochenbett statt Bildung und Beruf - das ist das Leben der meisten Frauen hier. Rosasfio Kikanagwa zuckt entschuldigend mit den Schultern.

"So ist das halt bei uns. Wir kriegen viele Kinder."

Wenn heute von Bevölkerungsexplosion gesprochen wird, dann richten sich alle Augen auf Afrika. Genauer: auf die Länder zwischen Sahara und der Südspitze des Kontinents. Die Wüste im Norden ist weitgehend leer; in den Staaten des Südens fallen ganze Generationen der Aids-Epidemie zum Opfer. Dazwischen jedoch, im Kongo, in Liberia, Eritrea oder Uganda wächst die Menschheit fast ungebremst. Es sind die ärmsten Länder der Erde, die am stärksten betroffen sind.

Einer der Hauptgründe für die Explosion der Kinderzahl ist gleichzeitig einer der größten Erfolge der internationalen Entwicklungshilfe, sagt Sarah Crowe vom UN-Kinderhilfswerk Unicef.

"Seit dem Zweiten Weltkrieg ist die Kindersterblichkeit weltweit stetig nach unten gegangen. Das gilt selbst für das subsaharische Afrika. Heute sterben zum Beispiel 90Prozent weniger Kinder an Masern als noch vor wenigen Jahren. Und das ist gut so."

Ein Erfolg der Menschenrechte. Die Demographen jedoch sehen schwarz: Bevölkerungen, die sich innerhalb von Jahrzehnten verdoppeln, werfen selbst die gewiefteste Verwaltung und das stabilste Sozialsystem aus der Bahn. Andererseits ist es gerade auch das Versagen des Staates, das die Geburtenrate nach oben drückt. In einer Umgebung ohne jegliches soziales Netz sind Kinder für ihre Eltern gleichzeitig Lebens-, Renten- und Pflegeversicherung. Deshalb bleibt die Geburtenzahl hoch, obwohl die Sterberate sinkt.

Beispiel Uganda: Etwa so groß wie Großbritannien liegt seine Einwohnerzahl heute bei eher bescheidenen 30 Millionen Menschen. Doch mit derzeit 3,2 Prozent Bevölkerungswachstum dürfte sie sich in 20 Jahren verdoppeln. Dann bräuchte Uganda 15.000 zusätzliche Grundschulen und jährlich 13 Millionen Tonnen mehr Bananen. Eine schier unüberwindbare Hürde, besonders für die abgelegenen ländlichen Gebiete des Landes.

Ein Blick über die fruchtbaren Hänge des Mount Elgon spricht Bände. Die Durchschnittsfamilie hier muss sich mit einem Feld begnügen, dass zehnmal so klein ist, wie das der Großeltern, sagt Mpimbaza Hashaka, Lokalpolitiker in Ostuganda.

"Grund und Boden werden traditionell vererbt. Das Land wird zwischen den Kindern aufgeteilt. Wenn sie irgendwann selbst Kinder haben, machen sie es genauso. Bei so viel Nachwuchs heißt das, dass das Land immer stärker fragmentiert wird, und inzwischen sind viele Höfe so klein, die Böden so ausgelaugt, dass die Ernte nicht mehr ausreicht, die Familie zu ernähren."

Es ist ein Fall wie aus dem Demographie-Lehrbuch. Bereits 1798 prophezeite der englische Ökonom Thomas Malthus, dass die Menschheit nie genug Nahrungsmittel würde erzeugen können, um ihre rapide wachsende Kinderschar zu füttern. In Europa machte die industrielle Revolution Malthus einen Strich durch die Rechnung. Dank des technischen Fortschritts gehören viele der am dichtesten besiedelten Länder heute zu den reichsten der Erde.

Anders sieht es in Afrika aus. Das sitzt nach wie vor in der Malthus-Falle, sagt Yovani Moses, Bevölkerungsforscher an der Makerere-Universität in Kampala.

"Uganda kann potentiell 100 Millionen Menschen ernähren statt der jetzigen 28 Millionen. Aber unsere Bevölkerung ist schlecht ausgebildet. Welchen technologischen Fortschritt erwarten wir von ihr? Stattdessen besiedeln die Menschen Feuchtgebiete und holzen den Regenwald ab!"

Moses und sein Institut beschäftigen sich seit Jahren mit nichts anderem als Ugandas Bevölkerungswachstum. Die Forscher haben ihre Daten akribisch gesammelt, haben gewarnt, erklärt und Lösungen vorgeschlagen. Doch passiert ist wenig.

Ein Grund dafür ist, dass die internationale Gemeinschaft über Jahrzehnte das Interesse an Bevölkerungsfragen verloren hatte. Als die Vereinten Nationen 1994 zu einer internationalen Konferenz zum Thema Bevölkerung und Entwicklung nach Kairo einluden, wurde das Thema, seit den 50er und 60er Jahren weitgehend an den Rand gedrängt, für kurze Zeit wieder aktuell. Delegierte aus 180 Ländern diskutierten darüber, wie die Erde vor einer hoffnungslosen Überbevölkerung zu retten sei. Doch über den Gesprächen lag ein Schatten: In den 1980er Jahren war China mit seiner radikalen Politik der Ein-Kind-Familie vorgeprescht, einem Zwangsmodell, das auf breite Kritik in Entwicklungsländern stieß. Das Gespenst der Bevölkerungskontrolle ging um in Kairo. Am Ende wurde nicht nur das Wort selbst zum Tabu, mit ihm galten plötzlich auch alle anderen Initiativen als moralisch fragwürdig, die geringere Geburtenraten zum Ziel hatten. Programme zur Familienplanung zum Beispiel, sagt Gideon Rutaremwa, ebenfalls von der Makerere-Universität:

"Nach Kairo trockneten die Gelder für Bevölkerungsprogramme immer mehr aus. Am schlimmsten traf es die Familienplanung - dafür gab es praktisch gar nichts mehr. Erst in den letzten fünf Jahren hat sich die Situation wieder etwas verbessert."

Statt Familienplanung gab es ein neues Schlagwort: "Reproductive Health”, das so viel bedeutet wie Fortpflanzungs-Gesundheit. Das Konzept integriert so ziemlich alles, was gut und wünschenswert ist und irgendwie etwas mit Kindern und Geburten zu tun hat, unter anderem Programme zur Bekämpfung von Aids.

In vielen Fällen war der neue Ansatz erfolgreich: Die Selbstbestimmungsrechte von Frauen wurden gestärkt, mehr und mehr Mädchen gehen zur Schule, und die HIV-Infektionsraten sind vielerorts auf dem Rückzug. Doch Familienplanungs-Organisationen wie die ugandische FPAU kämpfen ums Überleben, sagt deren Direktor Elly Mugumya. Mit 150 Mitarbeitern und 4500 Freiwilligen ist die FPAU eine der ältesten und größten Nichtregierungs-Organisationen des Landes.

"Viele Ressourcen, die ehemals in Familienplanung flossen wurden umgeleitet in Aids-Programme. Familienplanung wurde erst in einen holistischen Ansatz integriert und fiel dann unter den Tisch. Darunter leidet nicht nur die Aufklärungsarbeit in den Gemeinden, sondern auch ganz konkret unser Budget."

Vor kurzem hat sich Mugumyas Organisation nun umbenannt in "Reproductive Health Uganda”. Der neue Name passt besser ins Konzept der internationalen Spendengeber, von denen hier alles abhängt. Die Tatsache, dass ugandische Dorfbewohner weder mit dem Begriff "reproductive health”, noch mit dem dahinter stehenden Konzept etwas anfangen können, interessiert in Washington und Brüssel niemanden.

Seit jeher füllen und leeren sich die Spendentöpfe mit den Trends der internationalen Entwicklungshilfe. Mehr noch: Selbst die politischen Launen einzelner Regierungen haben in den Dörfern Afrikas Konsequenzen. Nach einem von George W. Bush an seinem ersten Amtstag wiederbelebten Gesetz erhalten Organisationen, die sich nicht ausdrücklich gegen Schwangerschaftsabbrüche aussprechen, keinerlei Gelder mehr von der US-Regierung. Darunter fallen alle afrikanischen Partnerorganisationen der International Planned Parenthood Federation - unter anderem die FPAU. Darunter fällt aber auch der Bevölkerungsfonds der Vereinten Nationen UNFPA, sagt dessen Sprecher George Ngwa:

"Seit 2002 haben wir keinen einzigen Dollar von der US-Regierung bekommen. Wir haben es hier mit einer finanzstarken und gut organisierten Anti-Familienplanungs-Kampagne zu tun, die getragen wird von konservativen Lobbygruppen, besonders religiöser Fundamentalisten. Für uns bedeutet das einen jährlichen Spendenverlust von mindestens 100 Millionen US-Dollar."

Der Grund, weshalb zumindest außerhalb des Dunstkreises der US-Regierung das Interesse an demographischen Fragen langsam wieder steigt ist simpel. Eigentlich sind es zwei Gründe, meint George Ngwa:

"Momentan ist es der Klimawandel, der das Bevölkerungsproblem wieder auf die Agenda hebt. Und dann natürlich das weiterhin ungelöste Armutsproblem. All die Ressourcen, die in Armutsbekämpfungs-Programme geflossen sind haben vergleichsweise wenig bewirkt. Nach den Millennium-Entwicklungszielen der Vereinten Nationen soll extreme Armut bis 2015 halbiert werden. Das wird davon abhängen, ob die Länder südlich der Sahara ihre Geburtenraten in den Griff bekommen.” "

Ironischerweise hat ausgerechnet die amerikanische Entwicklungsbehörde USAID bereits 2001 am Beispiel von Uganda vorgerechnet, wie effektiv Familienplanung im Kampf gegen die Armut tatsächlich ist. Fazit des Reports: Das Erreichen der Millennium-Ziele wäre um ein Vielfaches billiger, würde einfach nur die ohnehin bestehende Nachfrage nach Familienplanung im Land befriedigt werden. Die Rechnung ist einfach: Je mehr Kinder in Armut geboren werden, desto schlimmer sind sie dran. Verringern sich die Geburtenraten, dann gibt es auch weniger arme Kinder. Nun wollen mittlerweile 41Prozent der Uganderinnen weniger oder keine weiteren Kinder mehr haben. Sie wissen nur nicht, wie sie das anstellen sollen - oder aber sie haben keinen Zugang zu Beratung und modernen Verhütungsmitteln.

Sprung in den Südosten Ugandas. Tororo-Distrikt. Hier liegt an einer vom Regen ausgewaschenen Straße aus festgetrampelter Erde das Dorf Gwara-Gwara. Auf ausgebreiteten Tüchern trocknet Manjokmehl in der Sonne. Ein paar Frauen holen Wasser an einer feuerroten, quietschenden Pumpe. Neugierige Kinderaugen, wohin man auch blickt. Eines der größten Häuser im Ort wird gelegentlich von der FPAU für Impfaktionen und Familienberatung genutzt. Heute ist die Krankenschwester Robina Abalo hier, um mit jungen Müttern zu sprechen. Die sitzen auf einfache Holzbänke gezwängt mit ihrem jeweils jüngsten Kind auf dem Arm. Sie wollen mehr wissen über Verhütungsmittel und löchern Robina Abalo mit Fragen. Abalo weiß, dass in Uganda weniger als ein Viertel der Frauen zu Verhütungsmitteln greift, und dass die Berührungsängste groß sind.

" "Sie denken, dass sie dann missgebildete Kinder bekommen. Kinder ohne Kopf oder ohne Beine. Die Männer wiederum argwöhnen, dass ihre Frauen nur fremdgehen wollen, ohne schwanger zu werden. Das ist das, wogegen wir ankämpfen. Wenn jemand seiner Frau erlaubt, zu uns zu kommen, dann geht es nicht um Untreue, sondern um Leben und Tod."

Jeden Tag sterben in Uganda 16 Frauen an den Folgen einer Geburt. Kaum jemand weiß das, kaum jemanden kümmert es. Charles Ziraremwa wird nicht müde, das zu wiederholen. Er ist der Direktor des Bevölkerungssekretariats und sitzt im ugandischen Finanzministerium in der Hauptstadt Kampala.

"Das ist doch völlig inakzeptabel! Stellen Sie sich vor, jeden Tag verunglückt ein Kleinbus mit 16 Menschen. Alle sterben und niemand spricht darüber!"

Ziraremwa will das ändern. Seine Aufgabe ist es, Bevölkerungsstatistiken zu erheben und daraus Politikempfehlungen zu entwickeln. In der Regel jedoch verstauben die Ergebnisse seiner Arbeit in diversen Aktenordnern. Er ist frustriert, denn er kämpft nicht nur gegen die Ignoranz in Washington, sondern auch gegen den eigenen Präsidenten, Yoweri Museveni. Der verkündet seinem Volk gern, dass Kinder eine großartige Ressource sind und fällt so ganzen Heerscharen von Demographen in den Rücken, nicht zuletzt seinen eigenen Bürokraten. Nun hat das Bevölkerungssekretariat Broschüren entwickelt, in denen es Politikern anhand von Grafiken und bunten Bildern erklärt, dass eine große, aber arme Population eben nicht unbedingt ein Katalysator für wirtschaftliche Entwicklung ist, sondern ganz im Gegenteil: Zu hohe Geburtenraten fressen das bescheidene Wirtschaftswachstum langsam, aber sicher auf.

Sogar die Weltbank hat Uganda davor gewarnt, doch immer wieder versuchen ugandische Lokalpolitiker und traditionelle Führer, aus Kindern politisches Kapital zu schlagen. Der Bevölkerungsexperte Yovani Moses von der Makerere-Universität erklärt das mit dem altbekannten afrikanischen Problem des Tribalismus:

"Jede ethnische Gruppe wäre gern in der Mehrheit. Und dann rufen Leute eben dazu auf, mehr Kinder zu bekommen, weil andernfalls eine rivalisierende ethnische Gruppe schneller wächst. Wenn wir die Geburtenraten senken wollen, dann müssen wir die traditionellen Führer für uns gewinnen."

Auf dem Land werden traditionell drei Dinge mit Reichtum gleichgesetzt: die Größe der Ackerfläche und die Zahl der Frauen und Kinder. Wer wenig Nachwuchs hat, muss sich mit einem niedrigen sozialen Status zufrieden geben. Und für eine Frau gibt es keine größere Schande, als kinderlos zu sterben, sagt Moses' Kollege Tumwine Frederick.

"In Westuganda wird die Leiche einer solchen Frau verschämt durch die Hintertür aus dem Haus gebracht. Manchmal beschweren sie sie sogar im Grab mit einem Bananenstamm, aus Angst davor, dass ihr böser Geist andere Frauen verfolgen könne."

Die kulturellen Hürden, so scheint es, sind unüberwindbar. Allerdings scheint es nur so, denn die meisten Ugander wissen längst aus eigener Erfahrung, dass reicher Kindersegen sich schnell zur Bürde für die Familie auswachsen kann. Kaum jemand kann es sich leisten, sieben Kinder zur Schule zu schicken oder zum Arzt, wenn sie krank sind. Ist die Ernte gut, mag es sich lohnen, ein paar Hände zusätzlich auf dem Feld zu haben, und vielleicht reicht dann auch das Essen auf dem Tisch. Doch weitaus wahrscheinlicher ist, dass die Kinder hungern, an unbehandelter Malaria sterben, oder später als Tagelöhner arbeiten, weil der Hof nicht weiter aufgeteilt werden kann.

Fred Mafabi etwa muss sich all das nicht mehr erklären lassen. Er lehnt an der Mauer seines Lehmhauses in Namachere. Zwei Kühe und drei Ziegen nennt er sein eigen, doch er hat nicht genug Weideland für sie, der Hof ist zu klein. Schon vor Jahren hat sich der Bauer entschieden, dass er keine weiteren Kinder will.

"Mein Vater hatte 30 Kinder - und jetzt schauen Sie sich an, unter welchen Bedingungen ich lebe. Ich habe nie eine Schule von innen gesehen. Hätte ich die Chance gehabt, würde es mir heute besser gehen."

Er selbst hat drei Kinder. Und dabei solle es auch bleiben, meint er. Sie stecken in zerschlissenen T-Shirts, die ihnen bis in die Kniekehlen reichen. Aber sie haben genug zu essen und sie gehen in die Schule. Gerade beginnt es wieder einmal zu regnen. Zwei der Mafabi-Jungs zwängen sich in den Unterstand der Kuh und kraulen ihr lachend den Hals. Unter den Wassertropfen blitzen die Blätter der Cassava-Pflanze, rostrote Kaffeebohnen, goldgelbe Bananen. Ein Ziegenbock gesellt sich dazu und frisst, was die Kuh in ihrer Krippe übrig gelassen hat. Es ist eine Szene des romantisierten Afrika, irgendwo zwischen Hölle und Paradies.

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