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StartseiteSternzeitHimmlische Wurzeln der Zahlenmystik 01.02.2021

Die göttliche DreiHimmlische Wurzeln der Zahlenmystik

Dass die vier in der Zahlenmystik für die Erde steht, lässt sich leicht nachvollziehen. Wir kennen zum Beispiel vier Jahreszeiten und vier Haupthimmelsrichtungen. In beiden Fällen handelt es sich direkt oder mittelbar um astronomische Bezüge.

Von Hermann-Michael Hahn

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Die Wolkenschichten der Venusatmosphäre wirbeln innerhalb von vier Tagen einmal um den Planeten (NASA) (NASA)
Die in dichte Wolken gehüllte Venus ist so hell, dass sie zu bestimmten Zeiten sogar mit bloßem Auge am blauen Himmel am Tage zu sehen ist (NASA)

Auch die sieben, oft als Zahl der Vollkommenheit bezeichnet, lässt sich aus den sieben schon in der Antike bekannten Wandelsternen ableiten. Der Ruf der Vollkommenheit ergibt sich aber auch aus der Summe der irdischen vier mit der himmlischen drei.

Warum aber gilt die Drei als Symbol des Himmels oder auch der Göttlichkeit? Warum gibt es die göttliche Trias gleich in vielen Kulturen und Religionen?

Bei den alten Ägyptern etwa teilen sich Horus, Isis und Osiris den Himmel, bei den Griechen herrschen Zeus, Poseidon und Hades über Himmel, Wasser und Unterwelt. Und auch der Hinduismus kennt die Dreiheit aus Brahma, dem Weltenschöpfer, Vishnu, dem Erhalter, und Shiva, dem Zerstörer.

Gelegentlich hilft der hellere Mond bei Aufsuchen der Venus am Taghimmel, dann nämlich, wenn eine Venusbedeckung durch den Mond ansteht (NASA)Gelegentlich hilft der hellere Mond bei Aufsuchen der Venus am Taghimmel, dann nämlich, wenn eine Venusbedeckung durch den Mond ansteht (NASA)

Es bieten sich gleich zwei unterschiedliche astronomische Erklärungen an. So ist der Himmel selbst in drei Bezirke unterteilt.

Wir kennen den Bereich der zirkumpolaren Sterne, die immer zu sehen sind und nie untergehen, den Bereich jenseits des Südhorizonts, dessen Sterne bei uns nie aufgehen, und dazwischen den "normalen" Bereich, in dem die Sterne durch die tägliche Drehung der Erde regelmäßig auf- und untergehen.

Vor allem aber gibt es genau drei Gestirne, die man – zumindest gelegentlich – mit bloßem Auge auch am Tage am Firmament sehen kann: Die Sonne, den Mond und die Venus.

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