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StartseiteAtelier neuer MusikHellwach im Traum22.12.2018

Die griechische Komponistin Georgia KoumaráHellwach im Traum

Träumen und dabei hellwach sein. In Fantasiesphären eintauchen, ohne die Wirklichkeit auszublenden, sie vielmehr überscharf sehen. Für Georgia Koumarás Komponieren ist die doppelte Wahrnehmung grundlegend – im Spannungsfeld von Sinnlichkeit und Abstraktion.

Von Egbert Hiller

(Egbert Hiller)
Bei der Arbeit: Georgia Koumara experimentiert mit Klängen einer Zither (Egbert Hiller)

Geboren wurde Georgia Koumará 1991 in Thessaloniki. Vor vier Jahren, nach Abschluss der Ausbildung in ihrer Geburtsstadt, siedelte sie zum Masterstudium nach Köln über. Inzwischen ist sie als Komponistin in Deutschland präsent. Als sie 2015 eine "Hymne für ein nicht existierendes Land" schrieb, meinte sie im übertragenen Sinne ein Zwischenreich, nicht ihre seinerzeit krisengeschüttelte Heimat direkt.

Die junge Komponistin konzentriert sich in ihrer Musik auf menschliche Beziehungen, die sich in der Konstellation der Klänge eher indirekt widerspiegeln. Sowohl bewusst Wahrgenommenes als auch Traumhaftes und Unbewusstes scheinen darin auf. Koumará kommt es darauf an, den musikalischen Strom fließen zu lassen, ihn auf seinen Bahnen aber markant zu verdichten und zuzuspitzen.

Diese Sendung finden Sie nach Ausstrahlung sieben Tage lang in unserer Mediathek.

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