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StartseiteDas FeatureWie ich zehn Takte auf einer Stradivari spielen wollte01.01.2018

Die Meister und der DilettantWie ich zehn Takte auf einer Stradivari spielen wollte

Jeden Morgen betritt Signore Andrea Mosconi die Stradivari-Halle im Palazzo Comunale von Cremona und spielt auf den dort ausgestellten Instrumenten, damit deren Stimmen lebendig bleiben. Die 300 Jahre alten Violinen des Antonio Stradivari sind Kulturdenkmal und Spekulationsobjekt.

Von Helmut Kopetzky

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Eine Stradivari liegt mit einem Geigenbogen auf einem Notenblatt. (picture alliance / dpa / Miguel Villagran ))
Die Stradivari ist eine der teuersten Geigen der Welt. (picture alliance / dpa / Miguel Villagran ))
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Keines der etwa 600 erhaltenen Exemplare kostet weniger als eine Million Euro, viele ruhen in klimatisierten Banksafes und verlieren durch Nichtstun nach und nach ihr berühmtes Timbre.

Da ist der obsessive Wunsch eines Amateurs, der sich von Kind an mit billigen Instrumenten abquält, einmal zehn Takte auf einer echten Stradivari spielen zu dürfen, ebenso verständlich wie zum Scheitern verurteilt, oder? Er gibt jedenfalls sein Bestes. Wählt geeignete zehn Takte, übt mit seinem Geigenlehrer, fliegt knieschlotternd nach Italien, nähert sich ehrfürchtig den Gralshütern des Mythos und Geschäfts.

Um vor Enttäuschung ein wenig gefeit zu sein, hat er sich vorher im Erzgebirgsort Geyer davon überzeugt, dass moderne Nachbauten der ‚Strad‘ nicht nur wesentlich preiswerter sind, sondern nahezu ebenbürtig klingen.

Produktion: DLF/NDR 2010 

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