Mittwoch, 27.10.2021
 
Seit 00:05 Uhr Fazit
StartseiteQuerköpfe"Die Verzweiflungen habe ich hinter mir"16.10.2013

"Die Verzweiflungen habe ich hinter mir"

Der Bassbariton Thomas Quasthoff kehrt zum Kabarett zurück

Kunst und die Fähigkeit, über andere wie über sich selbst lachen zu können, haben sich für Thomas Quasthoff stets als verlässliches Mittel gegen Verzweiflungen aller Art erwiesen.

Von Stephan Göritz

Thomas Quasthoff arbeitete bereits früher nebenberuflich als Kabarettist. (Konzertdirektion Schmid)
Thomas Quasthoff arbeitete bereits früher nebenberuflich als Kabarettist. (Konzertdirektion Schmid)

In den 70er-Jahren verweigerte ihm die Musikhochschule Hannover ein Gesangsstudium, weil er aufgrund seiner Conterganschädigung nicht Klavier spielen kann. Doch die große Begabung und das nicht minder große Durchsetzungsvermögen des körperlich so kleinen Thomas Quasthoff waren stärker. Als Konzert- und Opernsänger machte er Weltkarriere von New York bis Tokio, und auch als Jazzsänger fand er Beachtung.

Als er Anfang 2012 nach einer Kehlkopfentzündung erkennen musste, dass er seinen gesanglichen Ansprüchen nicht mehr gerecht werden würde, beendete er seine Sängerlaufbahn. Der Bühne aber bleibt er treu. So leitet er eine Gesprächsreihe im Konzerthaus Berlin und spielt im Berliner Ensemble in Shakespeares "Was ihr wollt" den weisen Narren.

Zusammen mit dem Kabarettisten, Chansonsänger und Opernlibrettisten Michael Frowin bringt Quasthoff in diesem Herbst in den Berliner Wühlmäusen ein Kabarettprogramm heraus. Damit kehrt er zu den Anfängen seiner Bühnenarbeit zurück. Denn schon als er nach einem abgebrochenen Jurastudium sein Geld bei einer Sparkasse verdiente, arbeitete er nebenberuflich als Kabarettist und parodierte unter anderem Politiker wie Willy Brandt und Helmut Kohl.

Das könnte sie auch interessieren

Entdecken Sie den Deutschlandfunk